Hauptverband gibt grünes Licht für Honorarabschluss in Wien

Vereinbarung zwischen Gebietskrankenkasse, Stadt Wien und Ärztekammer erhält Zustimmung
Die Einigung Anfang Mai dieses Jahres war in mehrfacher Hinsicht außergewöhnlich: Die Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK), die Ärztekammer für Wien sowie die Stadt Wien präsentierten erstmals gemeinsam eine umfassende Vereinbarung, mit der die Gesundheitsversorgung in der Bundeshauptstadt bis 2020 konsequent weiterentwickelt wird. Heute, Montag, hat der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger grünes Licht für den Vertrag gegeben.

„Ich begrüße den Beschluss im Verbandsvorstand und freue mich darauf, neue Akzente in der Versorgung zu setzen", sagt WGKK-Obfrau Ingrid Reischl. Damit gemeint sind etwa bessere Konditionen für Allgemeinmediziner und Kinderärzte, was in weiterer Folge zu mehr besetzten Kassenstellen in diesen Fachgebieten führen soll.

Johannes Steinhart, Obmann der Kurie niedergelassene Ärzte und Vizepräsident der Ärztekammer für Wien, ergänzt: „Das Verhandlungsergebnis macht den niedergelassenen Bereich wieder attraktiver. Es freut mich, dass uns der Hauptverband mit seiner Zustimmung auf diesem konstruktiven Weg nun unterstützt, die Versorgung in unserer Stadt auf dem für die Bürgerinnen und Bürger gewohnt hohen Niveau aufrechtzuerhalten."

Der Abschluss stellt sicher, dass die Gesundheitsversorgung Wiens gesichert ist sowie der Mangel an Medizinern in den Bereichen Allgemeinmedizin und Kinderheilkunde durch die von der Gemeinde Wien zugesagten Fördermaßnahmen behoben werden kann. Weiters werden jene Ordinationen unterstützt, die ihre wöchentliche Öffnungszeit auf mindestens 25 Stunden ausweiten.

Für die Patientinnen und Patienten sieht der Abschluss zusätzliche Leistungen vor: Ab Mitte 2019 kann der gynäkologische Ultraschall über die E-Card abgerechnet werden, schon ab Mitte dieses Jahres entfällt bei der Darmspiegelung jegliche Zuzahlung für die Sedierung.

„Der positiven Entscheid des Hauptverbands zum Honorarabschluss für die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte ist ein wichtiger und richtiger Schritt. Mein Dank gilt diesbezüglich ganz besonders dem Haupverbandsvorsitzenden Alexander Biach, mit dem wir seit jeher eine gute Gesprächs- und Verhandlungsbasis haben", so Steinhart.

Morgen, Dienstag, muss noch die Trägerkonferenz den Vertrag absegnen. Reischl dazu: „Ich kann nur wiederholen, dass diese Einigung eines zeigt: An einer Versorgung, die regional nach den Bedürfnissen der Menschen geplant wird, führt kein Weg vorbei."