Kooperation des Ärztefunkdienstes der Wiener Ärztekammer mit dem Wiener Roten Kreuz

Zusammenlegung der Telefonhotlines für noch bessere und schnellere ärztliche Versorgung der Bevölkerung von Wien

Der Ärztefunkdienst der Ärztekammer für Wien (ÄFD) und das Wiener Rote Kreuz (WRK) haben eine Vereinbarung zum Wohle der Wiener Patientinnen und Patienten getroffen: Ab 1. Oktober 2018 wird der bisherige ÄFD-Telefondienst unter Einbeziehung von Ärztinnen und Ärzten für Allgemeinmedizin und Fachärzten über das WRK beziehungsweise dessen bestehende Tochtergesellschaften abgewickelt. Damit werden Synergien wie zum Beispiel die Infrastruktur des WRK und die nach internationalen Standards ausgebildeten Fachkräfte genutzt. Die Rufnummer der ÄFD-Hotline bleibt auch im Rahmen der Kooperation unverändert 141.

„Die Installierung eines einzigen Telefonansprechpartners verbessert und beschleunigt die ärztliche Versorgung der Bevölkerung", betont Ernest Zulus, ärztlicher Leiter des ÄFD, „und durch die Zusammenlegung der Telefonhotlines kann an einer Stelle in Echtzeit entschieden werden, ob der eingehende Fall an den ÄFD oder den Rettungsdienst des WRK weitergeleitet wird oder etwa auch eine telefonische Beratung ausreicht, und das alles, ohne zwischen den einzelnen Institutionen wie bisher zu verbinden".

In der künftigen Leitstelle werden jeweils zwei bis drei Ärztinnen und Ärzte zur Beratung zur Verfügung stehen. Durch die Kooperation und Zusammenführung von Kompetenzen werden auch Kosteneinsparungen erzielt. „Dieses Geld werden wir sinnvoll für andere Projekte verwenden", so Zulus, „etwa für verstärkte Ärztedienste in Grippewellenzeiten oder für die Erweiterung der bereits bestehenden ÄFD-Ordinationen".

Grundsätzlich steht die neue ÄFD-Leitstelle als niederschwellige Ansprechpartnerin für medizinische Probleme jeder Art zur Verfügung. Bei schwerwiegenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen beziehungsweise nicht ausreichend abgeklärter Befundlage erfolgt die unverzügliche Einschaltung der bestehenden Notfalleinrichtungen.

Der Ärztefunkdienst der Ärztekammer für Wien

Der seit 1969 bestehende Ärztefunkdienst der Ärztekammer für Wien ist außerhalb der Ordinationszeiten von Kassenärzten als Vertretung der Hausärzte im Einsatz. 2017 wurden von ÄFD in der Nacht, an Wochenenden und Feiertagen mehr als 70.000 Visiten durchgeführt, in der ÄFD-Telefonleitstelle wurden mehr als 130.000 Anrufe entgegengenommen. Zusätzlich haben fast 4000 Patientinnen und Patienten die ÄFD-Ordination in der Pillergasse im 15. Wiener Gemeindebezirk aufgesucht, und knapp 9000 Kinder wurden im Kinderärztlichen Wochenendnotdienst KiND im Wiener AKH beziehungsweise im SMZ Süd/Kaiser-Franz-Josef-Spital betreut. Im Patientenservice, das ebenfalls Teil der Ärztefunkdienst GmbH ist, wurden mehr als 11.000 Anfragen telefonisch beantwortet. Eine der Hauptaufgaben des Patientenservice ist es, bei der Ordinations- beziehungsweise Vertretungssuche zu helfen.

  • Der Ärztefunkdienst ist in den Nachtstunden von 19.00 bis 7.00 Uhr, an Wochenenden von Freitag 19.00 bis Montag 7.00 Uhr sowie an Feiertagen, 24. und 31. Dezember von 0.00 bis 24.00 Uhr besetzt.
  • Die Ärztefunkdienst-Ordination (1150 Wien, Pillergasse 20) ist Samstag, Sonntag, an Feiertagen sowie am 24. und 31. Dezember jeweils von 8.00 bis 20.00 Uhr geöffnet.
  • Die Allgemeinmedizinische Akutordination (AMA) des Ärztefunkdienstes im Wiener AKH steht Montag bis Freitag von 16.00 bis 22.00 Uhr beziehungsweise Samstag, Sonntag und an Feiertagen sowie am 24. und 31. Dezember von 10.00 bis 22.00 Uhr Patientinnen und Patienten zur Verfügung.
  • Ebenfalls im Wiener AKH sowie zusätzlich im SMZ Süd/Kaiser-Franz-Josef-Spital ist der Kinderärztliche Wochenendnotdienst KiND Samstag, Sonntag und an Feiertagen zwischen 10.00 und 18.00 Uhr geöffnet. Ein Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde versieht dort jeweils Dienst, um Kinder mit akuten leichten Erkrankungen, wie zum Beispiel Erkältungen und Durchfallerkrankungen, zu versorgen. (bs)