Sehr geehrte Frau Kollegin!
Sehr geehrter Herr Kollege!

 

KAV: Informationen zur Abrechnung der Nacht-, Sonn- und Feiertagsdienste
Die Ärztekammer für Wien wurde darüber informiert, dass im Krankenanstaltenverbund (KAV) für Bedienstete mit Eintrittsdatum ab 1. Jänner 2018 derzeit keine Abgeltung von Nacht-, Sonn- oder Feiertagsdiensten erfolgt. Begründet ist dies durch die fehlende Verordnung, welche die Abgeltung eben dieser Zuschläge regeln wird. Die Ärztekammer steht mit der Gewerkschaft younion über die Verhandlungen der noch immer ausstehenden Verordnung - deren Umsetzung der Ärztekammer bereits mündlich zugesichert wurde - laufend in Kontakt. Für die aktuellen Verhandlungen mit der Stadt Wien wurde eine zeitnahe Einigung zugesichert. Klar ist jedenfalls, dass die ausstehenden Zahlungen rückwirkend für die gesamte Tätigkeit seit Beginn der Anstellung geleistet werden. Selbstverständlich werden wir Sie diesbezüglich auf dem Laufenden halten.


Kollektivvertragsverhandlungen Privatkrankenanstalten
Die Kollektivvertragsverhandlungen mit den Privatkrankenanstalten (PKA) gestalten sich nach wie vor sehr zäh. So gibt es auch nach der vierten Verhandlungsrunde keine Einigung, da seitens der Arbeitgeber immer noch kein ernst zu nehmendes Angebot vorgelegt wurde. Gefordert wird unter anderem eine Annäherung an die Gehaltsansätze der Gemeinde- beziehungsweise Ordensspitäler - vor allem eine adäquate Vergütung von Ärztinnen und Ärzten für Allgemeinmedizin - sowie die Überleitung jener Kolleginnen und Kollegen in den neuen Kollektivvertrag, die bereits vor dem 1. Juni 2017 in einer PKA tätig waren. Die nächste Verhandlungsrunde wird am 26. März 2018 stattfinden.


Privatversicherungen: Zwischenstand der Verhandlungen zu den Sonderklassehonoraren
Die Verhandlungen zu den Sonderklasse- bzw. Belegarzthonoraren mit dem Verband der Privatversicherungen Österreichs und den großen Versicherern laufen nun schon seit zwei Monaten. Ergebnisse konnten bis jetzt nicht erzielt werden, weil allein die Tarifangebote der Versicherungswirtschaft weit unter der Inflationsrate liegen. Das ist für die Ärztekammer unverständlich, boomt doch der Markt mit privaten Krankenversicherungen und wirft satte Gewinne für die Versicherungen ab, sodass es nur mehr als fair wäre, wenn die Ärztinnen und Ärzte, die Leistungen am Versicherten erbringen, auch etwas davon hätten. Die Letztangebote der Ärzteschaft lagen bei der Inflationsrate plus 1,5% in den ersten beiden Jahren eines fünfjährigen Abschlusses. Fast wöchentlich wird weiterverhandelt, da die Verträge mit 31. März 2018 auslaufen und sich die Ärzteschaft nach Jahren des Abschlusses unter der Inflationsrate erwartet, dass die Versicherungen einen Teil ihrer Gewinne auch der Ärzteschaft zukommen lassen, ohne dass dadurch die Versicherten mehr zahlen müssen. Durch die stetige medizinische Weiterentwicklung mit dem Trend, viele der Behandlungen und Therapien im nicht-stationären Bereich durchzuführen, kommt es zur Notwendigkeit, dies in der bestehenden Sonderklassevereinbarung abzubilden und die stationäre Heilbehandlung um ambulante Verrechnungsmöglichkeiten in den Spitalsambulanzen zu erweitern. Hauptaugenmerk liegt daher unter anderem auf einem ambulanten Abrechnungskatalog. Letzter Streitpunkt ist die Schlichtung strittiger Fälle. Hier sind aktuell ca. 1.000 Fälle aus ganz in Wien in der Schlichtungsstelle der Ärztekammer eingereicht, bei denen die Versicherungen die Rechnungen der Ärzteschaft und teilweise auch der Krankenhäuser nicht zahlen wollen. Durch diese riesige Anzahl an Fällen hat sich ein massiver Rückstau in der Verhandlung der Fälle gebildet (ca. drei Jahre), der von der Ärztekammer so nicht mehr akzeptiert wird. Auch das ist Gegenstand der sehr harten Gespräche, die zwischen Ärztevertreten und Versicherungen geführt werden. Ziel auch der Ärztekammer ist es, dass die Leistungen für die Versicherten weiter direkt zu vereinbarten Tarifen mit den Versicherungen verrechnet werden; dazu sind aber eine angemessene Honorarsteigerung, die Klärung der ambulanten Verrechnung und eine andere Vorgangsweise in Streitfällen Voraussetzung.


Patienteninformationsplakat zu erweiterten Öffnungszeiten bei Kinderärzten
Wir dürfen Sie informieren, dass vom 20. Jänner bis 25. März 2018 (während der Grippezeit) jeweils an Samstagen und Sonntagen in der Zeit von 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr die Ordinationen von drei Vertragsfachärzten für Kinder- und Jugendheilkunde für Anspruchsberechtigte der Versicherungsträger geöffnet sind. Damit die Kinderambulanzen entlastet werden, haben wir ein wöchentlich neu erscheinendes Patienteninformationsplakat entworfen, das Sie hier einsehen können. Die Plakate werden den Kinderambulanzen ebenfalls zugeschickt. Falls auch Sie dieses Plakat wünschen oder nachbestellen möchten, können Sie dies via E-Mail in der Kurie angestellte Ärzte tun.

Mehr Informationen finden Sie auch hier.

 

Wir sind für Feedback, Wünsche und Anregungen stets offen. Diese bitte an: kurie.ang@aekwien.at.

Mit kollegialen Grüßen

Ihre Kurie angestellte Ärzte