Sehr geehrte Frau Kollegin!
Sehr geehrter Herr Kollege!

 

Ärztekammer übermittelt Kommuniqué zur Zukunft des Wiener Gesundheitswesens an neuen Gesundheitsstadtrat
Die Kurie angestellte Ärzte der Ärztekammer für Wien hat heute, Mittwoch, dem neuen Gesundheitsstadtrat Peter Hacker ein Forderungspapier übermittelt, das die derzeit bestehenden gravierenden Mängel und Probleme sowie die aus Ärztekammersicht dringend notwendigen Schritte anspricht, um die Zukunft des Wiener Gesundheitswesens abzusichern. Die Kurie fordert in ihrem Schreiben an den Stadtrat endlich eine "echte Reform" des Wiener Krankenanstaltenverbunds (KAV) angesichts der bevorstehenden Pläne der Stadt Wien. Eine ehrliche Reform im KAV ist aus Ärztekammersicht essenziell, um das Wiener Gesundheitswesen wieder zu stabilisieren und auf die Erfolgsbahn zurückzubringen.

Aus Sicht der Ärztekammer ist die Umsetzung folgender Maßnahmen zwingend erforderlich:

  • Ausbau des ärztlichen Personals als Ausgleich der durch das Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz verlorenen Arztstunden im KAV (Ausbau der Dienstposten)
  • Fokussierung auf die Ausbildung von Jungärzten im KAV, um die bevorstehende Pensionierungswelle abzufangen
  • Zügige Errichtung "echter" Zentraler Notaufnahmen in allen Gemeindespitälern sowie die Schaffung vorgelagerter Allgemeinmedizinischer Akutordinationen
  • Sicherung der Unfallversorgung durch Abstimmung zwischen dem KAV und der AUVA
  • "Echte" Verschlankung der Verwaltung im Zuge der Strukturreform des KAV
  • Transparente Postenbesetzung ohne Gutachten des Sanitätsrates, aber mit Etablierung eines Assessment Centers im KAV
  • Entpolitisierung der Patientenanwaltschaft

Die Kurie appelliert daher an Hacker, eine erfolgreiche Zukunft für das Gesundheitswesen im Interesse aller Wienerinnen und Wiener zu schaffen, und steht ihm dabei selbstverständlich gerne als konstruktiver Partner mit ihrer Expertise zur Verfügung.


Gesundheitsstadtrat Hacker verschiebt Wiener KAV-Reform
Die Neuorganisation des Wiener Krankenanstaltenverbunds (KAV) als "Anstalt öffentlichen Rechts" kommt später als geplant. Gesundheitsstadtrat Peter Hacker verschiebt den Beschluss der Gesetzesvorlage nach dem Motto "Präzision schlägt Geschwindigkeit" von Ende Juni in den Herbst. Nicht zuletzt deshalb, da der Start des Krankenhauses Nord absolute Priorität habe, wie er am Dienstag sagte. "Das KH Nord ist ein zentraler Teil der Gesundheitsversorgung Wiens", erklärte der neue Ressortchef in einer Pressekonferenz. Insofern habe die Fertigstellung "höchste Priorität". Er habe den dreiköpfigen Vorstand folglich damit beauftragt, darauf einen besonderen Fokus zu legen.
Die Kurie angestellte Ärzte begrüßt den Schritt, das KH Nord endlich fertigstellen zu wollen. Dennoch ist es aus Ärztekammersicht essenziell, an der Reform des KAV ebenfalls weiterzuarbeiten und die ärztliche Expertise einzubinden. Die Aufgaben des Wiener Gesundheitsressorts bedürfen einer Problembewältigungsstrategie an mehreren Fronten und eines gewissen "Multitasking", deswegen hat die Kurie auch Hacker ein entsprechendes Kommuniqué zur Zukunft des Wiener Gesundheitswesens übermittelt.


Übersiedlung der Spezialambulanz für peripartale Psychiatrie des Otto-Wagner-Spitals ins Wilhelminenspital
Die Spezialambulanz für peripartale Psychiatrie (ehemalige Bezeichnung "Spezialambulanz für perinatale Psychiatrie) des Otto-Wagner-Spitals übersiedelt mit 5. Juni 2018 in das Wilhelminenspital, Pavillon 13. Sowohl das Leistungsangebot der Spezialambulanz als auch die Zuständigkeit bleiben unverändert - neu ist nur der Ort der Leistungserbringung. Die Fachaufsicht der Spezialambulanz obliegt weiterhin der 2. Psychiatrischen Abteilung, welche ab 5. Juni 2018 im Krankenhaus Hietzing verortet ist. 

 

Wir sind für Feedback, Wünsche und Anregungen stets offen. Diese bitte an: kurie.ang@aekwien.at.

Mit kollegialen Grüßen

Ihre Kurie angestellte Ärzte