Sehr geehrte Frau Kollegin!
Sehr geehrter Herr Kollege!

 

Zähes Ringen bei den Kollektivvertragsverhandlungen mit dem Dachverband der Privatkrankenanstalten
Nach wie vor kämpft die Wiener Ärztekammer für einen akzeptablen Kollektivvertrag für Ärztinnen und Ärzte in Privatkrankenanstalten (Häuser PremiQaMed/UNIQA, Evangelisches Krankenhaus, Haus der Barmherzigkeit, Häuser der VAMED etc.), doch die Verhandlungen gestalten sich sehr zäh. Die letzte Verhandlungsrunde am 1. Juni 2017 scheiterte abermals am vorgelegten Einigungsangebot der Arbeitgeberseite, das nicht nur für die Ärzteschaft, sondern auch für die nicht ärztliche Berufsgruppen nach wie vor inakzeptabel ist. Nunmehr wird seit fast sechs Monaten verhandelt und ein Ende ist noch immer nicht in Sicht. Es bleibt daher nach wie vor offen, wie es mit diesem Kollektivvertrag weitergeht bzw. ob er bestehen bleibt oder gekündigt wird. Die Ärztekammer wird sich jedenfalls weiterhin für ein angemessenes Ärzteschema einsetzen und Sie weiterhin auf dem Laufenden halten.


Neuer Gesetzesentwurf für Rufbereitschaft
Wie bereits berichtet, wird derzeit ein neuer Gesetzesentwurf zur Rufbereitschaft in Wien erarbeitet, wodurch sich die Stadt Wien Einsparungen in Höhe von knapp EUR 10 Mio. pro Jahr erhofft. Die Wiener Ärztekammer hat zu diesem Gesetzesentwurf bereits eine umfangreiche Stellungnahme verfasst, in der u.a. ein ausreichender Schutz für Turnusärzte sowie die Einführung einer Kommission zur Überwachung der Gewährleistung der Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten für Allgemeinmedizin gefordert wird. Diesbezüglich haben auch bereits mehrere Gespräche mit dem Stadtratbüro stattgefunden, um die Anliegen direkt zu kommunizieren.

Letztstand ist, dass die Novelle des Wiener Krankenanstaltengesetzes erst im September 2017 beschlossen werden soll und mit der Ärztekammer über den Schutz der Turnusärzte noch Gespräche geführt werden. Zusätzlich steht die Ärztekammer mit der Hauptgruppe II in engem Kontakt, um Klarheit über die offenen dienstrechtlichen Punkte im Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) wie z.B. Haftungsfragen, Einhaltung der Ruhezeiten etc., zu schaffen. Klar ist auch, dass für den KAV zeitnah zur Etablierung der Rufbereitschaft noch die besoldungs- und arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen vereinbart werden müssen, über welche die Ärztekammer mit dem Dienstgeber bereits diskutiert. Nach wie vor gilt es daher aus Sicht der Ärztekammer, ein ganzes Paket zu verhandeln, das mit diesem Gesetzesentwurf zusammenhängt. 

 

 

Wir sind für Feedback, Wünsche und Anregungen stets offen. Diese bitte an: kurie.ang@aekwien.at.

Mit kollegialen Grüßen

Ihre Kurie angestellte Ärzte