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Sehr geehrter Herr Kollege!

 

Neues Präsidium der Österreichischen Ärztekammer: Ablehnung des PVE-Gesetzes und Entlastung der Spitalsambulanzen
Das neue Präsidium der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) präsentierte vergangenen Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz seine Arbeitsschwerpunkte für die kommende fünfjährige Funktionsperiode. "Wir wollen und wir können Themenführerschaft übernehmen. Denn wir Ärztinnen und Ärzte arbeiten tagtäglich in jenem System, das Politiker und ihre Berater allenfalls von außen kennen", erklärte der einstimmig zum neuen ÖÄK-Präsidenten gewählte Präsident der Wiener Ärztekammer, Thomas Szekeres.

Szekeres wolle alles daransetzen, die Österreichische Ärztekammer zu einem Impulsgeber im heimischen Gesundheitswesen zu machen. Die Kernaufgaben des Arztes müssten in den Vordergrund gerückt werden. Spitäler als Dienstgeber bzw. Krankenkassen hätten die Rahmenbedingungen für qualitätsvolle ärztliche Arbeit zu schaffen, und zwar unabhängig von ihrer finanziellen Situation. Ärztinnen und Ärzte seien als gleichberechtigte Partner in sämtliche Gesundheitsreformgremien einzubinden.

Die gesamte Pressemitteilung zu den Schwerpunkten des neuen Präsidiums der ÖÄK können Sie hier nachlesen.


Kollektivvertragsverhandlungen mit Verband der Privatkrankenanstalten Österreichs erfolgreich abgeschlossen
Die Verhandlungen der Ärztekammer für Wien gemeinsam mit der Gewerkschaft vida mit dem Verband der Privatkrankenanstalten Österreichs konnten nach acht langwierigen Verhandlungsrunden endlich abgeschlossen werden. Das Ergebnis ist für die Ärzteschaft in den betroffenen Krankenanstalten mehr als respektabel. Erstmals ist es gelungen, ein eigenes Ärzteschema für alle Ärztinnen und Ärzte in sämtlichen Akutkrankenanstalten in den Kollektivvertrag mitaufzunehmen. Damit haben wir endlich gesicherte Mindestgehälter für alle Ärztegruppen durchgesetzt.
Für die Ärztinnen und Ärzte in Ausbildung zum Facharzt und zum Allgemeinmediziner konnte dabei de facto bereits das Niveau der Ordensspitäler bzw. des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) erreicht werden. Deutliche Gehaltserhöhungen in Bezug auf das alte Rehaschema konnten für die Ärztinnen und Ärzte in Basisausbildung (+13%), die Allgemeinmediziner (+ ca. 4,7%) und die Fachärzte (+ ca. 2,8%) verzeichnet werden. In Akutkrankenanstalten beginnen Allgemeinmediziner von nun an mit ca. EUR 4.000 Einstiegsgehalt und Fachärzte mit ca. EUR 5.000. Zusätzlich zu weiteren Zulagen wurden auch die Nachtdienstzulagen um 15 Prozent erhöht und betragen nunmehr EUR 120. Zudem wurde der Papamonat als Rechtsanspruch im Kollektivvertrag verankert.

Alles in allem ist dieser Erfolg jedoch nur ein erster Schritt in die richtige Richtung, dem noch viele folgen werden müssen. So konnte das Gehaltsniveau des KAV beziehungsweise der Ordensspitäler in Wien noch nicht auf allen Ebenen durchgesetzt werden. Dieser Kollektivvertrag stellt lediglich einen Mindestkollektivvertrag dar, der Abschluss gilt auch nur für kurze Zeit, nämlich bis 31. März 2018.

Die neuen Gehaltstabellen gelten nur für Ärztinnen und Ärzte, die ihr Arbeitsverhältnis nach dem 1. Juni 2017 begonnen haben. Aus diesem Grund wurde mit dem Dienstgeber bereits vereinbart, dass mit dem nächsten Abschluss alle zuvor aufgenommenen Ärztinnen und Ärzte in das neue Schema überführt werden sollen. Dazu bedarf es jedoch umfangreicher Vorbereitungen und Berechnungen, die die Wiener Ärztekammer gemeinsam mit der Gewerkschaft und den Betriebsräten in den betreffenden Häusern im Herbst 2017 in Angriff nehmen wird.

Bis dahin ist für Ärztinnen und Ärzte in Rehakliniken auch bei Überzahlung über den Kollektivvertrag vereinbart, dass sie eine garantierte Ist-Erhöhung von 1,5 Prozent erhalten. Für alle anderen Häuser gibt es die Empfehlung, die Gehälter aller Ärztinnen und Ärzte im Jahr 2017 um zumindest 1,5 Prozent anzuheben. Falls Ihnen diese im Laufe des Jahres 2017 nicht zuerkannt wird bzw. bei weiteren Fragen wenden Sie sich jederzeit gerne an die Kurie angestellte Ärzte unter kurie.ang@aekwien.at

 

 

Wir sind für Feedback, Wünsche und Anregungen stets offen. Diese bitte an: kurie.ang@aekwien.at.

Mit kollegialen Grüßen

Ihre Kurie angestellte Ärzte