Sehr geehrte Frau Kollegin!
Sehr geehrter Herr Kollege!

 

DON'T SMOKE - Neuer Wartezimmer-TV-Spot
Im Zuge des Don't Smoke-Volksbegehrens wurde von der Wiener Ärztekammer ein kurzer Spot produziert, der sich für die Verwendung auf Bildschirmen in den Wartezimmern von Ordinationen, Krankenanstalten oder auch Ambulatorien eignet ("TV ohne Ton"). Der aktuelle Spot läuft ab März auch bei 547 niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in "Wartezimmer TV".
Sie können sich den neuen Wartezimmer-TV-Spot unter folgendem Link auf unserer Homepage www.dontsmoke.at ansehen und auch downloaden.


Lehrpraxisfinanzierung Allgemeinmedizin gesichert
Mit der Änderung der Ärzteausbildungsordnung 2015 wurde über Druck der Ärztekammer erstmals eine verpflichtende Lehrpraxis für alle angehenden Allgemeinmediziner im Ausmaß von 6 Monaten am Ende der Ausbildung verankert. Durch die Übergangsbestimmungen müssen jetzt ab etwa Juni 2018 die ersten Kolleginnen und Kollegen diese verpflichtende Ausbildung absolvieren.
Umso wichtiger ist, dass es jetzt gelungen ist, die Lehrpraxisfinanzierung durch öffentliche Förderungen endlich zu finalisieren, um sowohl für Ärztinnen und Ärzte in Ausbildung als auch für niedergelassene Kolleginnen und Kollegen adäquate Bedingungen zu schaffen, um diese Ausbildung zu gewährleisten. In einem aktuellen Video informiert der Vizepräsident der Wiener Ärztekammer und Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte Johannes Steinhart über den Verhandlungserfolg und Durchbruch bei der Lehrpraxis. Das Video finden Sie hier.

Das Modell sieht so aus, dass die in Ausbildung befindlichen Kolleginnen und Kollegen entweder weiter im Spital angestellt bleiben und einer Lehr(gruppen)praxis dienstzugeteilt werden (sog. Modell Vorarlberg, weil es in Vorarlberg in den letzten Jahren schon erfolgreich getestet wurde); die andere Variante ist, dass sie bei der Lehr(gruppen)praxis angestellt werden. Welche Variante gewählt wird, ist im Einzelfall zu entscheiden; es hat allerdings der Wiener Krankenanstaltenverbund schon mitgeteilt, dass er wie in Vorarlberg eine Dienstzuteilung bei Beibehaltung der Anstellung im Spital anbieten wird. Mit anderen Rechtsträgern sind wir bereits im Gespräch, damit sie ähnliches anbieten.
Bei beiden Varianten beträgt der zeitliche Umfang, der in der Lehrpraxis zu leisten ist, 30 Stunden pro Woche und auf diesen Umfang bezieht sich auch die Förderung bzw. die Finanzierung. Bleiben die Kolleginnen und Kollegen im Spital angestellt, so machen sie wie in Vorarlberg zusätzlich 10 bis 18 Stunden pro Woche Dienst im Spital, um zumindest auf eine 40-Stunden-Woche zu kommen. Ist die Kollegin bzw. der Kollege in der Lehr(gruppen)praxis angestellt, kann natürlich auch länger gearbeitet werden, wenn es der Ordinationsinhaber anbietet. Dafür gibt es aber keine Förderung, weil sich diese immer auf 75 Prozent einer 40-Stunden-Woche bezieht.
Die Bezahlung ist für den in Ausbildung befindlichen Arzt in beiden Varianten ident. Bleibt die Anstellung im Spital, wird das Spitalsgehalt einfach weitergezahlt; wird der Arzt in der Lehr(gruppen)praxis beschäftigt, so ist gemäß Kollektivvertrag in Wien ein Gehalt eines Turnusarztes beim KAV zu zahlen. Das bedeutet, dass Turnusärzte gleich viel verdienen wie im Spital, auch wenn sie zumindest 30 Stunden pro Woche in einer Lehr(gruppen)praxis für Allgemeinmedizin tätig sein werden.

Die Finanzierung erfolgt zu 10 Prozent durch den Lehr(gruppen)praxisinhaber. Diese 10 Prozent wurden in der Österreichischen Ärztekammer festgelegt, da die Leistungen des Turnusarztes auch zu den normalen Tarifen mit den Krankenkassen abrechenbar sind. Die weiteren 90 Prozent Förderung teilen sich Bund, Länder und Sozialversicherungen. Je 32,5 Prozent zahlen Länder und Sozialversicherung und 25 Prozent der Bund. Aktuell wird zwischen allen Fördergebern verhandelt, wie die Abwicklung dieser Förderung aussehen soll. Diese Gespräche sollen in den nächsten Wochen abgeschlossen werden und wir werden dann natürlich weiter informieren. Wichtig ist, dass alle Allgemeinmediziner, die Ärzte nach der ÄAO 2015 ausbilden wollen, neu um die Lehr(gruppen)praxisbewilligung nach der ÄAO 2015 ansuchen müssen.
Für Ärztinnen und Ärzte in Ausbildung zum Facharzt gibt es aktuell keine Änderung, da in der Facharztausbildung keine verpflichtende Lehrpraxis vorgesehen ist.

Sollten Sie Fragen zum neuen Finanzierungs- bzw. Fördermodell haben können Sie sich an lehrpraxis@aekwien.at wenden.


Seminar für Lehrpraxisbetreiber
Um zukünftig als Lehrpraxisleiter tätig zu werden, muss eine entsprechende Lehrpraxisberechtigung durch die Österreichische Ärztekammer erteilt werden. Um einen Antrag auf Anerkennung stellen zu können, benötigen Sie ein abgeschlossenes Lehr(gruppen)praxisleiterseminar im Ausmaß von zwölf Einheiten. Acht Einheiten des Seminars können mittels kostenlosem E-Learning absolviert werden. Genauere Informationen dazu finden Sie auf der Homepage der Arztakademie. Die verbleibenden vier Einheiten sind im Rahmen einer Präsenzveranstaltung zu absolvieren. Die Ärztekammer für Wien veranstaltet hierzu laufend kostenlose Seminare.
Das nächste Seminar findet am 9. April 2018 in der Ärztekammer für Wien statt. Aufgrund des beschränkten Platzangebots ist eine Anmeldung bei Frau Rozsenich per E-Mail erforderlich.
Alle Informationen können Sie auch auf der Homepage der Ärztekammer für Wien unter folgendem Link nachlesen.

Zeit: Montag, 9. April 2018, 18.00 Uhr
Ort: Ärztekammer für Wien, 1010 Wien, Weihburggasse 10-12, 1. Stock, Veranstaltungszentrum


Aktuelle Honorarordnung der BVA online verfügbar
Wir dürfen Sie auf die aktuelle Honorarordnung der BVA (Stand 1. Jänner 2018) aufmerksam machen, die Sie ab sofort auf unserer Homepage finden.


VAEB - Information über betrügerischen Suchtgiftbezug
Wir wurden von der Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau (VAEB) darüber informiert, dass seit August 2017 ein ca. 30 Jahre alter Mann - teils mehrfach täglich - Allgemeinmediziner aufsucht, um sich insbesondere Oxygerolan und Vimovo verschreiben zu lassen. Er ist bei der VAEB versichert und schildert sehr glaubwürdig starke Schmerzen (st. post OP Knie), spricht auch von einer geplanten, 2. OP. Aus datenschutzrechtlichen Gründen sind hier keine näheren Angaben zur Identität des Mannes zulässig. In mehreren Medien wurde darüber, teils unter Bezug auf das anhängige Verfahren bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, berichtet.
Die VAEB hat seit September 2017 eine Warnung im e-card System eingetragen. Technisch möglich ist jedoch nur eine Standardinformation mit der Aufforderung, eine Mehrfachverschreibung zu prüfen und im Zweifel die VAEB zu kontaktieren. Per 31.1.2018 wurde die e-card dauerhaft gesperrt. Seit August 2017 erfolgten bereits über 120 (!) dokumentierte Konsultationen in den Bundesländern Kärnten, Niederösterreich und Wien. Derzeit konsultiert er Ärztinnen und Ärzte ohne e-card und zum Teil abends. Die Gesamtschadensumme beträgt bereits ca. 5000 Euro. Vor diesem Hintergrund werden Ärztinnen und Ärzte ersucht, im Zweifelsfall noch vor einer Behandlung die VAEB unter der Tel. 050 2350-32450 zu kontaktieren. Ab 15 Uhr wenden Sie sich bitte unter 050 2350-31301 durchgehend an die VAEB. 

 


Wir sind für Feedback, Wünsche und Anregungen stets offen.


Diese bitte an: kurie.ng@aekwien.at

Mit kollegialen Grüßen
Ihre Kurie niedergelassene Ärzte