Sehr geehrte Frau Kollegin!
Sehr geehrter Herr Kollege!

 

ÖSG-Entwurf: WGKK missbraucht ihre Stellung in der Planung
Mit dem ersten Entwurf des Österreichischen Strukturplan Gesundheit (ÖSG) haben sich die Befürchtungen der Ärztekammer bestätigt. Die gesetzlichen Grundlagen werden nicht eingehalten, weil der Ärztekammer entgegen dem gesetzlichen Auftrag des Vereinbarungsumsetzungsgesetzes und der Art. 15a Vereinbarung keine Planungsgrundlagen zur Verfügung stehen, zum Beispiel die Daten des Hauptverbandes zur Inanspruchnahme von Ärzten, und das BMGF sich weigert, diese Daten herauszugeben.
So ist nicht überprüfbar, ob diese Planung überhaupt realistisch ist und die Grundlagen für eine Versorgung der Bevölkerung wirklich herangezogen werden. Weiters fehlen in der Planung zahlreiche Fächer, wie beispielsweise die physikalische Medizin.
So besteht die Gefahr, dass auch dieser ÖSG sich nicht an den Notwendigkeiten für die Patienten, sondern allein an der Machtpolitik von Bund, Ländern und Sozialversicherung sowie an deren finanziellen Möglichkeiten orientiert.

Dies belegt auch der aktuelle Plan im Entwurf eindeutig. Ohne Absprache plant die WGKK zwei neue MRT-Geräte im Ambulatorium Süd der Wiener Gebietskrankenkasse im 10. Wiener Bezirk aufzustellen. Die über Jahre laufende gemeinsame Planung von Stadt Wien, WGKK und Ärztekammer für Wien sieht vor, dass eine für den Patienten leicht zugängliche Versorgung mit radiologischen Zentren in Wien im extramuralen Bereich ausschließlich durch eine Vernetzung von radiologischen Gruppenpraxen und CT/ MRT-Instituten erreicht werden soll.
Dies wurde auch in einer gemeinsamen Stellenplanung zwischen Ärztekammer, Wirtschaftskammer und WGKK festgelegt sowie mit der Stadt Wien akkordiert. Auch im Entwurf des neuen Großgeräteplans ist diese patientenfreundliche Versorgungsform im extramuralen Bereich angeführt.
Der Schritt nun zwei neue MRT-Geräte im Ambulatorium Süd zu planen, geschieht entgegen der gemeinsam vereinbarten Vorgangsweise, weil das Ambulatorium der WGKK nicht alle radiologischen Leistungen anbietet. Außerdem entsteht eine Konkurrenzierung zu einer Gruppenpraxis im gleichen Bezirk, die schon vor Jahren einen Umbau für ein MRT finanziert hat und von der WGKK keine Bewilligung für die Verrechnung des MRT erhalten hat.
Die WGKK missbraucht also ihre Rolle in der Planung, um für sich selbst einen Vorteil zu verschaffen und die externen MRT-Anbieter de facto wirtschaftlich stark zu schädigen. Rechtswidrig ist zudem, dass das WGKK-Ambulatorium keine Bewilligung zur Durchführung von MRT-Untersuchungen hat. Es ist auch vollkommen absurd, nochmals Baukosten in Adaptierungen zu investieren, wenn es Anbieter gibt, die bereits in solche investiert und auch die entsprechenden Bewilligungen haben. Die Ärztekammer für Wien lehnt diese Vorgangsweise strikt ab und erwartet von den politisch Verantwortlichen daher, dass diese Planungen sofort gestoppt werden.


EKVK Rundschreiben der WGKK
Sie haben in den letzten Tagen das Rundschreiben Nr. 667 der WGKK mit einem überarbeiten Ablauf der Abrechnung von Leistungen von Patienten aus einem anderen EU-Mitgliedstaat, einem EWR-Staat oder der Schweiz erhalten. Dieses neue Schema bedeutet einen administrativen Mehraufwand, der nicht in Zusammenarbeit mit uns aufgesetzt wurde.
Wir bitten Sie dieses Schreiben als gegenstandslos zu betrachten und verweisen auf die gesamtvertragliche Regelung, die Sie hier auf Seite 11 unter § 23 sowie ab Seite 48 nachlesen können.


Alumni Club der MedUni Wien
Der Alumni Club der Medizinischen Universität Wien ist eine postgraduale Wissens-, Dialog- und Karriereplattform, ein offenes Netzwerk, das gleichzeitig als Karriere- und Kommunikationsnetzwerk dient. Die Verknüpfung von beruflicher Praxis und universitärem Dialog ist eines der zentralen Anliegen des Alumni Clubs.
Der Alumni Club lädt daher alle niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, die das Medizinstudium an der MedUni Wien und der früheren Medizinischen Fakultät der Universität Wien absolviert haben, herzlich ein, diesem Club beizutreten und ihn aktiv mitzugestalten. Die Einladung und weitere Informationen zu den Aktivitäten des Alumni Clubs finden Sie hier

 

Wir sind für Feedback, Wünsche und Anregungen stets offen.


Diese bitte an: kurie.ng@aekwien.at

Mit kollegialen Grüßen
Ihre Kurie niedergelassene Ärzte