Sehr geehrte Frau Kollegin!
Sehr geehrter Herr Kollege!

 

Gesundheitsbarometer: Negativer Befund für Gesundheitspolitik
Gerade in Wahlkampfzeiten sind die Menschen für politische Themen besonders sensibilisiert. Während sich die Politiker in den vergangenen Wochen auf die unterschiedlichste Art und Weise positioniert haben, war es uns als Ärztekammer ein Anliegen die Bevölkerung mit einzubeziehen und zu wissen, wie sehen Patienten und Ärzteschaft die gesundheitspolitische Kompetenz der Parteien? Das aktuelle Gesundheitsbarometer, für das im Auftrag der Wiener Ärztekammer im September 1.000 Österreicher und 300 niedergelassene Wiener Ärztinnen und Ärzte vom Meinungsforschungsunternehmen Peter Hajek Public Opinion Strategies befragt wurden, liefert eine deutliche Antwort: Österreichs Gesundheitssystem krankt und die Symptome werden immer stärker: Bereits 45 Prozent der österreichischen Bevölkerung sind sich sicher, dass unser Gesundheitssystem in die falsche Richtung läuft. Noch düsterer fällt der Befund bei den Ärztinnen und Ärzten aus, beinahe dreiviertel der Befragten (71 Prozent) sehen hier eine negative Entwicklung.
Besonders alarmierend ist in der aktuellen Umfrage die Bewertung der politischen Konzepte im Gesundheitsbereich. Bis zu jeder zweite Befragte kann hier keine Aussage treffen, die Reformideen der Parteien sind unbekannt. Die negative Tendenz und noch mehr das hohe Nichtwissen über die Konzepte der Parteien zeigen eindeutig, dass Gesundheit ein unterschätztes Thema über alle Parteigrenzen hinweg ist.
Neben der erschreckenden Diagnose werden aber auch Heilungswege aufgezeigt: 1.300 zusätzliche Kassenärzte zur Entlastung der Spitäler sowie mehr heimische Medizinstudenten und Uni-Absolventen gegen den grassierenden Ärztemangel - fast die Hälfte der befragten Patienten und Ärztinnen und Ärzte sehen in diesen Bereichen eine wichtige Aufgabe im Gesundheitsbereich für die nächste Legislaturperiode.
Die deutlichen Ergebnisse wurden auch von den Medien aufgegriffen, es berichteten unter anderem die Kronenzeitung und die Wiener Zeitung.
Die genauen Ergebnisse des aktuellen Gesundheitsbarometers finden Sie hier.


Lehrpraxisförderung nach ÄAO 2006: Noch offene Fördermittel für 2017
Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass zum heutigen Zeitpunkt für die Förderung von Lehrpraxen nach ÄAO 2006 noch offene Fördermittel für das Jahr 2017 zur Verfügung stehen.
Bei Interesse kann ein Antrag bis spätestens 24. Oktober 2017 an die Ärztekammer für Wien gestellt werden. Genauere Informationen zu den Voraussetzungen und den nötigen Unterlagen für eine Förderung finden Sie hier.
Für weitere Informationen steht Ihnen Frau Christine Köpf per E-Mail oder telefonisch unter 01/51501-1470 bzw. gerne zur Verfügung.


Klarstellung: Labor Abrechnung WGKK - keine Änderungen
Aufgrund mehrfacher Anfragen von Kolleginnen und Kollegen, möchten wir hiermit klarstellen, dass der bisherige Modus zur Abrechnung von Laborleistungen durch Allgemeinmediziner mit der WGKK bis auf Weiteres gleich bleibt.

Ab 1.1.2019 gibt es allerdings flächendeckend in ganz Österreich Änderungen bei den sogenannten "Kleinen Kassen". Es sind dann nur noch die Positionen des Akutlaborkatalogs abrechenbar. Alle anderen Leistungen müssen an Großlabors zugewiesen werden.


Hilfe ohne Krankenschein - AMBER Med sucht Ärztinnen und Ärzte
Immer wieder fallen Menschen durch die Maschen des Sozialnetzes und sind ohne Versicherungsschutz: Asylwerber, Migranten, aber auch österreichische Staatsbürger. Mehr als 100.000 Frauen, Männer und Kinder in Österreich sind laut "Armutskonferenz" derzeit nicht krankenversichert. Hier setzt AMBER Med an und bietet nicht versicherten Menschen kostenlose medizinische Betreuung an.

Für ihre Ambulanz in Wien 10. benötigt AMBER Med nun die kostenlose Mithilfe vor allem von Allgemeinmedizinern im Umfang von zweimal monatlich zu je drei bis fünf Stunden. Auch die Mitarbeit bereits pensionierter Kolleginnen und Kollegen ist möglich, sofern diese in die Ärzteliste eingetragen sind.

Interessierte können sich direkt an AMBER Med per E-Mail oder telefonisch unter 01/58900-847 wenden. AMBER Med ist eine Kooperation zwischen der Diakonie und dem Österreichischen Roten Kreuz.


Nachlese - SYMPOSIUM: Der Freie Beruf als Basis für das Angebot von medizinischen Leistungen
Freiberuflichkeit in Gefahr - das ist das eindeutige Fazit, das bei dem vom Forschungsinstitut für Freie Berufe der Wirtschaftsuniversität Wien und der Ärztekammer für Wien organisierten Symposium gezogen wurde. Unter den Teilnehmern des Symposiums herrschte Einigkeit, dass die Freiberuflichkeit von Ärztinnen und Ärzten nicht nur erhalten, sondern möglichst weiter ausgebaut werden müsse. Anlässlich der bevorstehenden Wahlen wurde deshalb ein Appell an die nächste Regierung gerichtet, dieses Thema im gesundheitspolitischen Kapitel der künftigen Koalitionsvereinbarungen sehr weit oben anzusetzen. Unter folgendem Link finden Sie einen Beitrag, in dem die wichtigsten Statements des Symposiums zusammengefasst sind. Bilder zur Veranstaltung können Sie hier finden. 

 

Wir sind für Feedback, Wünsche und Anregungen stets offen.


Diese bitte an: kurie.ng@aekwien.at

Mit kollegialen Grüßen
Ihre Kurie niedergelassene Ärzte