Sehr geehrte Frau Kollegin!
Sehr geehrter Herr Kollege!

 

Krank an Weihnachten: Ärztefunkdienst in Wien rund um die Uhr im Einsatz
Als Vertretung der Wiener Hausärzte ist der Ärztefunkdienst vom 24. Dezember 2017 bis einschließlich 8. Jänner 2018 verstärkt im Einsatz. So werden an jedem Wochenende sowie an Feiertagen bis zu 18 fahrende Ärztinnen und Ärzte unterwegs sein. An den Wochentagen sind bis zu elf fahrende Ärztinnen und Ärzte im Einsatz. Alle Telefonleitungen werden verstärkt besetzt.
Sollte es wider Erwarten zu Engpässen - etwa im Falle einer plötzlich eintretenden Grippewelle - kommen, würden weitere Ärztinnen und Ärzte beim Ärztefunkdienst zur Verfügung stehen. Der Ärztefunkdienst ist laufend damit beschäftigt, weitere Ärztinnen und Ärzte für den Dienst zu motivieren.
Der Ärztefunkdienst ist in den Nachtstunden von 19.00 bis 7.00 Uhr, an Wochenenden von Freitag 19.00 Uhr bis Montag 7.00 Uhr sowie an Feiertagen ganztägig besetzt. Weiters betreibt der Ärztefunkdienst eine eigene Ordination in Wien 15., Pillergasse 20. Sie hat an Wochenenden und Feiertagen von 8.00 bis 20.00 Uhr geöffnet.
In der Allgemeinmedizinischen Akutordination (AMA) im Wiener AKH stehen an den Wochenenden und Feiertagen zwei Ärztinnen und Ärzte zur Verfügung. Die AMA ist an Wochenenden und Feiertagen von 10.00 bis 22.00 Uhr geöffnet, werktags ist ein Allgemeinmediziner zwischen 16.00 und 22.00 Uhr für die Patienten da.
Auch für die kleinen Patienten ist die medizinische Versorgung sichergestellt: Neben dem Kindernotdienst im AKH kümmert sich auch im SMZ Süd/Kaiser-Franz-Josef-Spital ein Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde um junge Patienten mit leichteren Beschwerden. Beide Stellen sind an den Wochenenden und Feiertagen von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.
Gerade rund um die Weihnachtsfeiertage sind natürlich auch viele Ordinationen in Wien wegen Urlaubs geschlossen. Allerdings sichert eine entsprechende Vereinbarung zwischen Ärztekammer und Wiener Gebietskrankenkasse, dass die Versorgung der Bevölkerung durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte auch an den Fenstertagen während der Weihnachtszeit aufrechterhalten bleiben muss. Das Patientenservice der Ärztekammer für Wien (Telefon 01/79011-61) informiert über Urlaubsvertretungen, Adressen und Ordinationszeiten. Weiter Informationen finden Sie hier.


E-Paket - Neuerungen in den nächsten Jahren
Wie bereits in den Kuriennews vom 8. Dezember 2017 berichtet, gab es mit dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger und dem Bundesministerium für Gesundheit eine Reihe von Gesprächen zu E-Themen, die nun einvernehmlich abgeschlossen werden konnten.
Als ersten Schritt wird in Wien ab 2018 (genaueres werden wir noch im Detail verhandeln) ein elektronisches Überweisungs- und Zuweisungssystem eingeführt. Dieses wird in den Medien oft EBS (elektronisches Bewilligungssystem) genannt. Es handelt sich dabei aber um kein Bewilligungssystem vergleichbar dem ABS, sondern um ein rein elektronisches Zuweisungssystem z.B. für CT und MR. Bewilligungen müssen die Patienten weiter selbst einholen. Es ist gelungen, dass sowohl Anschub als auch Folgekosten komplett von der Sozialversicherung übernommen werden, auch hier werden wir noch die konkreten Details nachliefern. Die Einführung soll bis 1. Oktober 2019 abgeschlossen sein. Im Gegenzug steigt mit diesem Datum auch der VU-Tarif auf 91 Euro an.
Darüber hinaus wurde eine ELGA-Verordnungsnovelle erlassen, mit der die E-Medikation österreichweit umgesetzt werden soll. Durch die geplante E-Medikation sehen alle Ärztinnen und Ärzte beim Stecken der E-Card, sofern kein Opt-out erfolgt ist, welche Medikamente für den betreffenden Patienten verordnet und auch abgegeben wurden.
Die hier verlinkte Verordnung regelt die Speicherverpflichtung der E-Medikation für die niedergelassenen Vertragsärzte und Vertragsgruppenpraxen. Allerdings wird der Rollout in Wien erst im Sommer 2019 als letztes Bundesland schlagend. Auch dazu wird es bis dahin laufend weitere Informationen geben. lm Zuge der Gespräche rund um die Verordnungsnovelle ist es bereits gelungen, die Verpflichtung auf die Allgemeinmedizin und relevante Fachgruppen, die Sie hier einsehen können, zu beschränken. Die Übergangsfristen sehen überdies vor, dass folgende Ärztinnen und Ärzte von der Speicherverpflichtung ausgenommen sind:

  • alle Ärztinnen und Ärzte ohne Kassenverträge bzw. nur mit KFA-Vertrag oder VU-Verträgen.
  • alle Kassenärzte, die nicht hier angeführt werden.
  • alle Kassenärzte, die vor dem 1. Oktober 1953 geboren sind.
  • alle Kassenärzte in Einzelordinationen, die vor dem 1. Oktober 1959 geboren sind und alle Kassenverträge vor dem 1. Oktober 2019, spätestens per 30. September 2020 kündigen werden.

Außerdem dürfen wir Sie informieren, dass es gelungen ist, die Speicherverpflichtung für Vertragsärzte und Vertragsgruppenpraxen der Sonderfächer medizinisch-chemische Labordiagnostik, Hygiene und Mikrobiologie sowie Radiologie zu streichen.
Zudem ist auch hier sichergestellt, dass die Kosten der Implementierung der E- Medikation durch das BMG und die laufenden Kosten durch eine eigene Honorarposition bei der WGKK abgegolten werden. Kolleginnen und Kollegen in Vorarlberg haben das System zudem getestet und berichtet, dass es gut funktioniert und zusätzliche Informationen bietet. Damit sind bei der E-Medikation die beiden wichtigsten Punkte, die wir als Standesvertretung immer gefordert haben - Usability und Finanzierung - gesichert, sodass wir zustimmen konnten.
E-Medikation ist ein Teil von ELGA, aber bei Weitem nicht das Kernstück. Bei den Befunden, die den Kern von ELGA darstellen, sind wir von Usability und gesicherter Finanzierung weit weg, weshalb diese jetzt nicht eingeführt werden. Die Bundesregierung hat sich vorgenommen, diese Teile zu evaluieren. Es wird sich weisen, wie es hier weitergeht und wir werden Sie über alle weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden halten.


Registrierkassenpflicht - Erstellung des Jahresbelegs 2017
Wir möchten Sie daran erinnern, dass erstmalig mit Jahresende alle Unternehmer, die unter die Registrierkassenpflicht fallen, den Kassen-Jahresbeleg auszudrucken und dem Finanzamt zu melden haben. Durch den QR-Code auf dem Beleg wird die seit ab 1. April 2017 verpflichtende Sicherheitseinheit, die dem Manipulationsschutz dient, auf dem Beleg sichtbar. Jeweils zum Jahresende ist ein Jahresabschlussbeleg auszudrucken und, wie beim Startbeleg, mittels Handy-App zu kontrollieren. Der Monatsbeleg für den Dezember ist gleichzeitig auch der Jahresbeleg. Dieser ist grundsätzlich am 31. Dezember zu erstellen und sieben Jahre aufzubewahren. Die Prüfung mittels Handy-App muss bis spätestens 15. Februar des Folgejahres erfolgen. Wenn die Registrierkasse mit dem Webservice von FinanzOnline verbunden ist, wird dieser Prozess programmunterstützt durchgeführt. Sollte kein lnternetzugang vorhanden sein, kann die Meldung mittels amtlichem RK1-Formular durchgeführt werden, welches Sie hier finden. Zusätzlich besteht auch die Möglichkeit, dass ein Parteienvertreter diese Meldung für seinen Mandanten übernimmt.


Registrierkassenprämie in Höhe von 200 Euro sichern
Ärztinnen und Ärzte, die bis zum 31. März 2017 eine manipulationssichere Registrierkasse angeschafft haben, können die Prämie in der Höhe von 200 Euro (und 30 Euro je weiterer Eingabestation) mit dem Formular E 108c beantragen, sollte dies nicht bereits für nicht aufrüstbare Vorgängermodelle erfolgt sein. Das Formular finden Sie hier. Die Anschaffungskosten der Registrierkasse sind sofort als Betriebsausgabe absetzbar und müssen nicht aktiviert werden. Trotzdem können diese Anschaffungskosten für die Geltendmachung eines investitionsbedingten Gewinnfreibetrags herangezogen werden. Ferner stellt die Prämie keine Betriebseinnahme dar und ist somit steuerfrei. 

 

Ihr Team der Kurie niedergelassene Ärzte wünscht Ihnen und Ihrer Familie auf diesem Wege erholsame Feiertage und ein schönes Weihnachtsfest!


Wir sind für Feedback, Wünsche und Anregungen stets offen.


Diese bitte an: kurie.ng@aekwien.at

Mit kollegialen Grüßen
Ihre Kurie niedergelassene Ärzte