Szekeres zum Weltblutspendetag: Zehn Minuten Zeitaufwand zur Rettung von Menschenleben

Appell zum Blutspenden gerade in Sommermonaten, wo es immer wieder zu Engpässen bei der Versorgung der Spitäler mit Blutkonserven kommt

Anlässlich des am 14. Juni bevorstehenden Weltblutspendetages appelliert Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres an alle Österreicherinnen und Österreicher, „regelmäßig Blut zu spenden – es tut nicht weh, dauert nur ungefähr zehn Minuten, aber es rettet Menschenleben!"

Eine gespendete Einheit Vollblut kann durch Trennung und Verwendung ihrer Komponenten bis zu drei Menschenleben retten. Österreichweit werden pro Jahr rund 350.000 Blutkonserven benötigt, und mehr als 50 Prozent der Bevölkerung, also mindestens jede zweite Österreicherin und jeder zweite Österreicher, benötigen zumindest einmal in ihrem Leben eine Blutkonserve. Die meisten Produkte aus Spenderblut erhalten Krebspatienten, gefolgt von Patienten mit Herz- und Magen-Darm-Erkrankungen, Unfallopfer, Patienten mit Leber- und Nierenkrankheiten oder Blutarmut sowie Frauen nach Komplikationen bei der Geburt.

Szekeres: „Gerade als Österreicher sollten wir im Gedenken an den österreichischen Nobelpreisträger und Entdecker der Blutgruppen, Karl Landsteiner, der hierzulande lange nicht die ihm gebührende Anerkennung bekommen hatte, Vorreiter sein. Leider gehen in Österreich aber nur weniger als 4 Prozent der spendenfähigen Bevölkerung – zwischen 18 und 70 Jahre – regelmäßig zum Blutspenden, in Wien sind es sogar weniger als 2 Prozent. Gerade jetzt in den Sommermonaten, wo es immer wieder zu Engpässen bei der Versorgung der Spitäler mit Blutkonserven kommt, sind Spender umso mehr willkommen!"

Der Weltblutspendetag wird gemeinsam von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Internationalen Organisation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRK), der Internationalen Gesellschaft für Transfusionsmedizin (ISBT) und der Internationalen Föderation der Blutspendeorganisationen (FIODS) koordiniert. (bs)