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Gesund durch Vorsorge  Jahr der Gesundheitsvorsorge 

Spitalsärztekampagne 2010

Imagekampagne
Die Spitalsärzte in den Mittelpunkt rücken

Mit der im letzten Jahr durchgeführten erfolgreichen Imagekampagne wollte die Ärztekammer ein umfassendes Bild von der Tätigkeit der Mediziner in den Krankenhäusern vermitteln sowie das Verständnis zwischen Ärztinnen und Ärzten und ihren Patienten weiter verbessern – ganz nach dem Motto: „Die Wiener Spitalsärzte sind immer für Sie da!“. Dieses Jahr gibt es eine Fortsetzung mit demselben Bildmaterial, aber mit unterschiedlichen medialen Schwerpunkten.

Die Wiener Ärztekammer möchte auch 2010 mit der Kampagne ein deutliches Zeichen für die Wiener Spitalsärzte setzen und bewusst dem Versuch von Skandalisierungskampagnen in den letzten Monaten entgegentreten. „Denn nur durch den intensiven Einsatz Tausender Wiener Spitalsärzte ist es möglich, dieses trotz aller Kritik hervorragende Gesundheitssystem aufrechtzuerhalten und der Bevölkerung eine gute Gesundheitsversorgung, wie sie in Wien gegeben ist, zu bieten“, so Ärztekammerpräsident Walter Dorner.

Bessere Arbeitsbedingungen
Im Rahmen der Imagekampagne sollen natürlich auch wieder standespolitische Forderungen deponiert werden.
„Wir laufen Gefahr, dass immer weniger Medizinabsolventen eine Karriere im Spital anstreben“, befürchtet Thomas Szekeres, Obmann der Kurie angestellte Ärzte und Vizepräsident der Ärztekammer für Wien.
Laut einer Studie des Instituts für Empirische Sozialforschung (IFES) arbeitet jeder dritte Spitalsarzt in Österreich mehr als 60 Wochenstunden, jeder zweite davon sogar mehr als das erlaubte Maximum von 72 Stunden. Bei den Turnusärzten ist jeder fünfte 100 Stunden oder mehr in der Woche im Dienst. In der Privatwirtschaft kommt ein angestellter Akademiker in einer Führungsposition auf durchschnittlich 48 Stunden.
Spitalsärzte sehen sich auch zunehmend mit einem permanenten Anstieg an bürokratischen Tätigkeiten, Dokumentations- und Verwaltungsaufgaben konfrontiert, deren Erledigung viel Zeit in Anspruch nimmt und mit der eigentlichen ärztlichen Tätigkeit nicht viel zu tun hat. Ärztinnen und Ärzte müssen daher von der Dokumentationsarbeit entlastet werden. „Es kann nicht sein, dass oft mehr als ein Drittel der Arbeitszeit für bürokratische Administrationstätigkeiten aufgewendet wird und so wesentliche Dinge wie die Patientenbetreuung oder, beispielsweise an der Medizinischen Universität, Forschung und Lehre auf der Strecke bleiben“, kritisiert Szekeres. Dies sei „eine Ressourcenverschwendung, die der Qualität des Gesundheitssystems nicht dienlich sein kann“. Mit dem Einsatz so genannter Dokumentationsassistenten würde sich der administrative Aufwand der Spitalsärzte reduzieren und die Mediziner hätten wieder mehr Zeit für das Wesentliche – „den Patienten“, ist der Kurienobmann überzeugt.
Einen weitere wichtige Forderung der Ärztekammer ist die Finanzierung der Fort- und Weiterbildung der Spitalsärzte durch den Dienstgeber. „Die Finanzierung der medizinischen Forschung muss mittel- bis langfristig durch die öffentliche Hand gedeckt werden. Damit kann der Einfluss der Pharmaindustrie auf Fortbildung und Forschung drastisch eingeschränkt werden“, betont Szekeres.

Leistungen sichtbar machen
Mit der im Mai dieses Jahres begonnenen Kampagne sollen stellvertretend drei Wiener Spitalsärzte, die den Beruf in all seinen Facetten repräsentieren – vom jungen Turnusarzt bis hin zur erfahrenen Oberärztin –, vor den Vorhang gebeten werden. „Die Wiener Spitalsärzte üben mit großer Leidenschaft ihren Beruf aus. Anders wären die langen Nachtdienste und die hohe Belastung nicht zu meistern“, beschreibt Szekeres die Inhalte, die er mithilfe der Kampagne in die Bevölkerung transportieren will.
Die Grundaussage bleibt auch 2010 gleich, doch wird mehr mit persönlicher Ansprache gearbeitet, um die Merkfähigkeit zu verbessern und weitere Sympathien in der Wiener Bevölkerung zu gewinnen.
Die drei neu gewählten Medien sind:

• Infoscreens in den öffentlichen Verkehrsmitteln
So kann eine direkte Ansprache an die Zielgruppe erreicht werden: „Egal ob Sie nach Simmering fahren oder nach Ottakring, die Wiener Spitalsärzte sind immer für Sie da“ oder „Egal ob Sie zu früh dran sind oder zu spät, die Wiener Spitalsärzte sind immer für Sie da!“

• Videowalls im Gerhard-Hanappi-Stadion und Franz-Horr-Stadion
Sicherlich ist das eine ungewöhnliche Art, das Image der Spitalsärzte zu bewerben, aber genau damit erreicht man viel Aufmerksamkeit: „Egal ob Sie Rapid-Fan oder Austria-Fan sind, die Wiener Spitalsärzte sind immer für Sie da!“ oder „Egal ob Anpfiff oder Abpfiff, die Wiener Spitalsärzte sind immer für Sie da!“

• Internet
Auf unterschiedlichen Websites können mithilfe von Botschaften wie „Egal ob Regenwetter oder Sonnenschein, die Wiener Spitalsärzte sind immer für Sie da!“ weitere Sympathien gewonnen werden. 
Um die Aussagen dieses Jahr zu verstärken, wird es im Herbst eine Fortführung der Kampagne mit den gleichen Medien geben. Es wurden die gleichen Testimonials wie voriges Jahr verwendet. Szekeres: „Damit konnten wir Produktionskosten sparen, die wir sinnvoller für eine Verstärkung der einzelnen Werbeträger verwenden haben.“

Die Wiener Spitalsärzte-Kampagne – Der Zeitplan

Infoscreens
Spots vom 1. bis 22. September 2010 in den U-Bahn-Stationen in ganz Wien 

Internet
vom 1. bis 26. September 2010 auf unterschiedlichen Websites wie beispielsweise orf.at, derstandard.at, krone.at, diepressse.com, kurier.at und vienna.at

Videowalls in Fußballstadien
Spots im Gerhard-Hanappi-Stadion (Rapid Wien) und Franz-Horr-Stadion (Austria Wien) sowohl vor jedem Spiel als auch in der Halbzeitpause (Frühjahr und Herbst)

Durchführende Agentur: McCann Erickson

Link zur Aussendung der Pressekonferenz
Link zur Kuriennews vom 05.05.2010

 



   
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