Betriebsübergang
Das Formular Kassenadministration
Erreichbarkeiten und Einsatzbereitschaft
Die Erreichbarkeit und Einsatzbereitschaft des Arztes / der Ärztin für Allgemeinmedizin
Mit den Krankenkassen vereinbart ist eine Bereitschaftspflicht in der Zeit von 7 bis 19 Uhr.
Von dieser Pflicht ausgenommen sind Samstage, Sonntage, Feiertage, der Heilige Abend und Silvester, Urlaube sowie Kollegiale Vertretungen. Während dieser Zeit versorgt in unserer Vertretung der Ärztefunkdienst der Ärztekammer für Wien die Patienten.
Ein Telefon sollte in jeder Ordination selbverständlich sein. Heute empfiehlt sich zusätzlich die Einrichtung eines Faxgerätes an einer Nebenstelle. E-Mail wird zwar auch bald sehr üblich sein, aber die Patienten werden lieber mit Ihnen am Telefon reden, auch das Fax ist mehr für den Kontakt mit Kollegen oder Ärztekammer!
Geben Sie der Assistentin oder dem Assistenten genaue Richtlinien, welche Telefonate zu Ihnen durchzustellen sind, gegebenenfalls bieten Sie einen Rückruf an.
Über die Einsatzbereitschaft außerhalb der Ordinationzeit müssen Sie nachdenken: Von Ihrem persönlichen Stil, der Ordinationsgröße, dem Patientenprofil (Alter, Krankheiten etc.), Ihrem lokalen Vorgänger und den finanziellen Gegebenheiten hängt es ab, wie Sie diese Erreichbarkeit sicherstellen.
Anrufbeantworter
Der Anrufbeantworter teilt Ihren Anrufern mit, dass Sie gerade woanders sind. Damit sind Sie aber noch nicht erreichbar. Moderne Geräte leiten Anrufe über Pager oder Telefon weiter und geben auch zeitgesteuert nachts einen anderen Text wieder als tagsüber.
Das von Ihnen ins Auge gefaßte Gerät sollte unbedingt über eine Fernabfrage verfügen. Weisen Sie im Meldetext deutlich darauf hin, dass der Anrufer ein Tonband und nicht Sie persönlich hört. Außerdem sollte der Meldetext Ihre Ordinationszeiten enthalten, wie Sie Hausbesuche annehmen, die Nummer des Patientenservices oder in der Nacht des Ärztefunkdienstes sowie für lebensbedrohliche Fälle die Nummer der Rettung.
Wenn Sie keine Alarmierungsfunktion haben, müssen Sie ihren Anrufbeantworter in regelmäßigen Abständen abhören. Ihre Patienten werden bald wissen, wann Sie zu erreichen sind (oder wenigstens viele davon).
Mobiltelefone:
Die Möglichkeit, Ihren Patienten eine direkte Handy-Rufnummer zu geben, oder Ihnen diese auf Band mitzuteilen besteht natürlich auch – aber bedenken Sie, dass Sie Ihr Handy ja auch mal ausschalten müssen. Die Möglichkeiten der Mobilbox und der anderen Servicedienste der Netzbetreiben können Sie aber – wie Sie es wünschen – einsetzen. Es gibt jetzt mehr Möglichkeiten als je zuvor.
Auch die Kosten sind durchaus erträglich geworden.
Ärztezentrale
Eine altbewährte Möglichkeit stellt die Ärztezentrale dar (die mit der Ärztekammer aber nichts zu tun hat).
Nach Installation einer Leitung wird ein Anruf außerhalb Ihrer Ordinationszeit direkt an die Ärztezentrale weitergeleitet. Die dort tätige Telefonistin informiert Sie (Telefon, Pager) über einlangende Gespräche. Sie übt also im weiteren Sinn die Funktion der Ehefrau von anno dazumal aus.
Diese Lösung ist teuer aber für Patienten und Ärzte, die sich nicht gerne mit Maschinen unterhalten eine gute Sache.

