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Wahlarztreferat: "Wer mitarbeiten will, ist herzlich eingeladen"

2008 konnten die Serviceleistungen des Referats für Wahlärzte der Ärztekammer für Wien weiter ausgebaut werden. Für 2009 sind zusätzliche Schwerpunkte, vor allem in der Öffentlichkeitsarbeit, geplant. - Eine (auch rückblickende) Vorausschau von Andrea Taut.

 

Die wöchentlich stattfindende Wahlarzt-Sprechstunde wird rege frequentiert und steht für alle Wahlärzte und solche, die es noch werden wollen, mit Rat und Tat zur Seite. Die häufigsten Fragen betreffen die Gestaltung der Honorarnoten, Kassentarife und deren Refundierung, Wahlarztrezeptur- und Überweisungsmodalitäten, Werbungsmöglichkeiten, Standortwahl, wirtschaftliche und juristische Aspekte sowie die Ausgabe von Wahlarztrezepten und Überweisungsformularen.
Alle aktuellen Refundierungstarife der Wiener und der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse sowie aller kleinen Kassen stehen sowohl auf der Homepage des Wahlarztreferats als auch in ausgedruckter Form im Referat zur Verfügung.
Wichtig erscheint in diesem Zusammenhang der Rat an alle Wahlarztkollegen, über den Refundierungssatz gut Bescheid zu wissen und die Honorarnoten so zu gestalten, dass es keine Probleme bei der Refundierung durch die jeweilige Krankenkasse gibt. Hier stehen die Mitarbeiter und Funktionäre des Referats gerne jedem Kollegen beratend zur Verfügung.
Die Information des Patienten vor der Behandlung über den zu erwartenden Refundierungsbetrag fördert die Patientenzufriedenheit und führt zu Kundentreue und einem zunehmenden Vertrauen der Patienten. Näheres zum Thema Bekanntheit und Zufriedenheit hinsichtlich des Wahlarztsystems in der Bevölkerung wird in einer der nächsten Ausgaben von doktorinwien anhand einer kürzlich durchgeführten Meinungsumfrage des Wahlarztreferats der Österreichischen Ärztekammer berichtet.

Wahlärzte sind gut verankert
Neben der Leitung des Wahlarztreferats und des Referats für Psychotherapie und Psychosomatik vertreten Wahlärzte in sämtlichen Gremien der Wiener Ärztekammer die spezifischen Interessen der Wahlärzte: Vorstand, Kurien, Niederlassungsausschuss, Gruppenpraxisreferat, Lehrpraxisreferat, Ärztinnenreferat, Umweltmedizinreferat, Öffentlichkeitsreferat, Referat für komplementäre und alternative Medizin und Referat für Notfall- und Katastrophenmedizin . um nur einige zu nennen. Dementsprechend breit gestreut waren auch die Aktivitäten in diesem Jahr.
Als besonders wichtig hat sich die Teilnahme der Wahlärzte an den Protestaktionen im Frühsommer gegen die so genannte Gesundheitsreform sowie an den Kassenverhandlungen bewährt. Dadurch konnten drohende Verschlechterungen im Wahlarzt-Refundierungssystem verhindert werden.
Für 2009 ist ein weiterer Ausbau des Services für Wahlärzte geplant. Unter anderem werden der Ausbau der Homepage, die Erstellung eines Leitfadens für Wahlärzte sowie ein Folder für Wahlarztpatienten forciert. Ziele für 2009 und 2010 sind mittelfristig eine Verbesserung des Bekanntheitsgrads des Wahlarztsystems in Österreich sowie eine Verstärkung der Öffentlichkeitsarbeit. Ideen und Mitarbeit sind hier gefragt. Anregungen an das Wahlarztreferat sind daher herzlich willkommen.
Das Wichtigste für 2009 und Folgejahre wird sein, die noch vollkommen unklaren Pläne der Regierung bezüglich einer Gesundheitsreform sowie die Entwicklungen der Krankenkassen zu verfolgen und Konzepte zu erstellen, um das Wahlarztsystem als gemeinsam mit dem Kassensystem gleichberechtigte und wichtige Säule in unserem Gesundheitssystem zu etablieren.

Die Verhandlungen gehen weiter
Im kommenden Jahr werden noch nicht gelöste Probleme weiter verhandelt, die einer . im Idealfall österreichweiten . Lösung bedürfen. Dazu gehört vor allem die seit heuer neu eingeführte Form der Rezeptgebührenbefreiung (REGO), zu der man als Wahlarzt keinen Informationszugang hat.
Ab April 2009 ist eine weitere Hürde seitens des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger geplant: Ab diesem Zeitpunkt darf die Honorarabrechnung von Gesundenuntersuchungen nur mehr elektronisch übermittelt werden. Viele Wahlarztordinationen können sich das dazu nötige elektronische Equipment aber kaum leisten.
Die Fallpauschale wird noch immer nicht adäquat refundiert. Diesbezüglich laufen Verhandlungen zu einem von den Grünen Ärztinnen und Ärzten in der Kurienversammlung eingebrachten und von den Wahlärzten unterstützen Antrag.
Weiters wird mit der Wiener Gebietskrankenkasse verhandelt, die Bewilligungspflicht für Überweisungen endlich fallen zu lassen.


Das Team des Wahlarztreferats

Leiterin: Dr. Andrea Taut
Co-Referentinnen: Dr. Eva Allen, Dr. Erika Pirich
Mitglieder: Dr. Melitta Bohn-Rieder, Dr. Astrid Reitinger, Dr. Gertrud Deecke, Dr. Serge Paukovics, Dr. Marcus Franz, Dr. Amin Aschour, Dr. Peter Mahrhofer

Sekretariat: Jutta Neumeister
Tel.: 515 01/1272 DW
Fax.: 515 01/1450 DW
E-Mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it
Internet: www.wahlarzt-in-wien.at, www.aekwien.at

doktorinwien 12 / 2008:


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