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Vorsorge

 
Sie fühlen sich gesund? Fein!
Würden aber trotzdem gerne eine Vorsorgeuntersuchung machen?
Sehr gut!

Wenn Sie das 18. Lebensjahr vollendet haben und in Österreich sozialversichert sind - also eine E-Card haben - dann steht Ihnen die kostenlose Vorsorgeuntersuchung ein Mal pro Jahr zu. In unserem Praxisplan finden Sie Ärzte, die das Basisprogramm anbieten (als Spezielles Angebot "Vorsorgemedizin" auswählen, und je nach Wunsch noch nach Bezirk filtern): www.praxisplan.at. Unter "Spezielle Angebote" finden Sie außerdem noch "Mammographie", "Melanomvorsorge" und "Muttermalbegutachtung". Fachärzte können Sie im Menüpunkt "Fachgebiet" auswählen. 

Was wird da untersucht?
Umfang der Vorsorgeuntersuchung:
Anamnese - Labor - körperliche Untersuchung - Abschlussgespräch
  • Im Blut wird der Blutzucker, das Gesamtcholesterin, das HDL-Cholesterin, die Triglyceride und die Gamma GT bestimmt. Bei Frauen zusätzlich die Anzahl und Konzentration roter Blutkörperchen
  • Im Harn wird nach Harnzucker, Eiweiß, Blutspuren, Aceton etc. gefahndet
  • Ab dem 50. Lebensjahr gibt es einen Test auf Blutspuren im Stuhl
  • Größe und Gewicht, daraus errechnet sich der Body-Mass-Index
  • Im Abschlussgespräch bespricht Ihr Arzt Risiko und Lebensstil, und wenn nötig wird er Ihnen einen Rat für Änderungsmöglichkeiten mit auf den Weg geben.

Mammographie:
Auch wenn Sie sich gesund fühlen und bei der monatlichen Selbstuntersuchung keine Auffälligkeiten an Ihrer Brust bemerkt haben, steht Ihnen als Frau ab dem 40. Lebensjahr eine Röntgenuntersuchung der Brust zu. Der Vorteil der Vorsorge-Mammographie liegt darin, dass auch nicht tastbare Tumore (gutartige und bösartige) entdeckt und einer rechtzeitigen Therapie  zugeführt werden können. Der Nachteil besteht darin, dass auch unter idealen Bedingungen nicht alle Veränderungen  zu entdecken sind. 


Prostataspezifisches Antigen (PSA):
Als Mann macht man manchmal in der zweiten Lebenshälfte die Bekanntschaft mit einem Organ von dem man bis dahin gar nicht wusste dass es da ist. Oder vielleicht nur aus Erzählungen im Bekanntenkreis: die Prostata. Sie verleiht im Bedarfsfall den Samenzellen ihre Beweglichkeit. Wenn sie sich vergrößert verhindert sie entspanntes Wasserlassen und wenn sie bösartige Zellen bildet kann sie auch einmal sehr gefährlich werden.
Ein Bluttest kann, - muss aber leider nicht- solch eine carcinomatöse Entwicklung aufdecken. Eine rechtzeitige Therapie wird möglich. Ihr Urologe ist der richtige Ansprechpartner. 


Colonoskopie:
Bösartige Erkrankungen des Dickdarms zählen zu den häufigsten Krebsarten in Österreich und verlaufen leider auch oft tödlich. Dabei ist die Früherkennung fast immer gleich bedeutend mit Heilung. Zwischen 50 und 60 sollte eine Dickdarmspiegelung (Colonoskopie) zur Routinevorsorge gehören. Dass vorher 24-Stunden Diät gehalten werden und der Darm durch ein Abführmittel entleert sein muss, ist zwar unangenehm aber nicht sehr. Wenn notwendig ist diese Untersuchung auch in Kurznarkose möglich. Aber Gott sei Dank ist das nur selten notwendig. Ihr Hausarzt wird Ihnen raten, an welchen erfahrenen Internisten oder Chirurgen Sie sich wenden können.  


Augenarzt:
Auch wenn man das Gefühl hat, gut zu sehen, gehört zu einer ordentlichen Vorsorgeuntersuchung die augenfachärztliche Kontrolle. Dabei wird nicht nur die Sichtigkeit (Kurz-Weit-Normalsichtigkeit) überprüft, es wird auch gecheckt, ob der Augendruck normal ist, die Durchblutung und der Zustand der Netzhaut und die Linse altersentsprechend gesund sind. Kommen Sie bitte ohne Fahrzeug zur Untersuchung. Durch das Weitstellen der Pupille während der Untersuchung fühlen Sie sich anschließend für einige Stunden geblendet.  


Hautarzt:
Ein Muttermal, das plötzlich zu wachsen beginnt, juckt oder sich sonst irgendwie verändert, kann auch völlig harmlos sein. Muss es aber nicht. Tatsächlich nimmt das maligne Melanom zu.   


Gynäkologen:
Seit George Nicolas Papanicolao den Gebärmutterhalsabstrich erfand, hat er damit zigtausenden Frauen das Leben gerettet. Die Untersuchung ist denkbar unkompliziert und einfach. Krebszellen schilfern leichter aus ihrem Zellverband ab und sehen im Mikroskop anders als gesunde aus. Es genügt daher, einige Zellen mit einem Spatel aus dem Scheidengrund zu gewinnen und mikroskopisch zu untersuchen. Regelmäßig durchgeführt, hat diese simple Untersuchung dazu geführt, dass der tödlich verlaufende Gebärmutterhalskrebs fast nicht mehr vorkommt. Die Veränderungen werden rechtzeitig entdeckt und behandelt.    
 
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