DON'T SMOKE: Initiatoren distanzieren sich von Drohbriefen an Gastronomen

Ärztekammer und Krebshilfe verurteilen Hetzjagd - Szekeres/Sevelda: „Wir wollen überzeugen, nicht drohen"

Die Wiener Ärztekammer und die Österreichische Krebshilfe distanzieren sich von derzeit im Umlauf befindlichen Schreiben der sich selbst nennenden „Unterstützer der Initiative Don‘t Smoke". Der Inhalt habe nichts mit dem „positiven Geist des Volksbegehrens", nämlich dem Nichtraucherschutz und der Bewahrung der Gesundheit der österreichischen Bevölkerung, zu tun.

In dem Schreiben der für die Proponenten des Volksbegehrens unbekannten Gruppe werden Gastronomen angeschrieben, die laut Absender gegen den bestehenden Nichtraucherschutz verstoßen würden. Die Lokalbetreiber werden aufgefordert, dies zu korrigieren, ansonsten werde man die Verstöße anzeigen, „notfalls auch wiederholend". Der Brief schließt mit der Aufforderung, das Lokal mit 1. Mai 2018 freiwillig rauchfrei zu führen.

„Das Schreiben entspricht in keinster Weise unseren Intentionen", verurteilen Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres und der Präsident der Österreichischen Krebshilfe, Paul Sevelda, den vermeintlichen Unterstützungsbrief. „Wir wollen mit unserem Volksbegehren die Menschen zu einem Umdenken bewegen." Das schließe persönliche Drohungen „von vornherein aus".

Das Volksbegehren zählt derzeit bereits mehr als 475.000 Unterstützer, die Unterstützungsphase läuft noch bis 4. April 2018. Neben zahlreichen medizinischen Experten haben sich auch schon viele Gesellschaften und Organisationen zum Volksbegehren bekannt. „Wir freuen uns über die breite Unterstützung. Wir bitten aber die unbekannte Gruppe darum, ihre Aktivitäten einzustellen, um schlussendlich einer guten und wichtigen Sache nicht zu schaden", appellieren Szekeres und Sevelda. (ast)