Internationaler Tag der Pflege: Wiener Ärztekammer sagt „DANKE"

Ausbildung eines der wichtigsten Themen für Pflege – Szekeres: „Pflege und Ärzteschaft kämpfen gemeinsam gegen das Herunterfahren des Gesundheitssystems"

Heute, Donnerstag, feiern die Pflegefachkräfte den „Internationalen Tag der Pflege". Die Wiener Ärztekammer nimmt dies zum Anlass, um allen Angehörigen der Pflegeberufe in Wien zu ihrer wichtigen Arbeit zu gratulieren. „Heute ist ein Tag, an dem wir Ärztinnen und Ärzte den Pflegefachkräften gegenüber unsere Wertschätzung zeigen dürfen", so Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres. Dazu gehöre vor allem ein großes „DANKE" für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren.

Der internationale Tag der Pflege wird jedes Jahr am 12. Mai begangen. Der Pflegeberuf gedenkt dabei der Britin Florence Nightingale, einer Pionierin der modernen Gesundheits- und Krankenpflege, die heute vor 196 Jahren geboren wurde. Dank Nightingale wurde die Krankenpflege zu einem gesellschaftlich geachteten und anerkannten Berufsweg und in der Ausbildung standardisiert.

Ausbildung ist knapp zwei Jahrhunderte später immer noch eines der wichtigsten Themen für die Pflegenden. „Der Pflegeberuf ist hoch qualifiziert und soll es auch bleiben", meint Szekeres, der die Pflege als „besonders verantwortungsvolle Tätigkeit aufgrund einer entsprechenden Ausbildung" sieht. Daher mache beispielsweise auch ein Schnupperpraktikum für Anwärter des Medizinstudiums zum Zusehen „viel Sinn", ohne eigene Tätigkeiten dabei aber zu übernehmen, so Szekeres weiter.

Eine weiterhin hoch qualifizierte Ausbildung könne jedoch im Hinblick auf die zukünftigen Herausforderungen nicht ohne die richtigen gesetzlichen Rahmenbedingungen funktionieren. Szekeres unterstützt daher die ÖGB/ARGE-Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe (FGV) und deren Vorsitzenden Josef Zellhofer in deren Forderungen zur geplanten Reform des Berufsrechts der Gesundheits- und Krankenpflegeberufe (GuKG-Novelle).

In puncto Wiener Gesundheitspolitik und der aktuellen Probleme der Pflegefachkräfte im Wiener Krankenanstaltenverbund hält Szekeres fest: „Die Pflege kämpft derzeit – so wie die Ärzteschaft - mit einem Arbeitgeber und einer Politik, die das gesamte Gesundheitssystem herunterfahren möchten." Pflegefachkräfte als auch Ärzteschaft könnten jedenfalls im Sinne der ihnen anvertrauten Patienten mehr erreichen, wenn man „die Kräfte auch entsprechend bündelt", betont Szekeres. (ast)