Sehr geehrte Frau Kollegin!
Sehr geehrter Herr Kollege!

 

Reminder: Unterstützen Sie uns - Zeigen wir gemeinsam die eklatanten Lücken in den Wiener Spitälern auf
Auf Basis der rezent durchgeführten Spitalsärzte-Umfrage "Sparen kann Ihr Leben kosten" hat die Kurie angestellte Ärzte der Ärztekammer für Wien auf die eklatanten Missstände in den Wiener Spitälern hingewiesen. Wie prekär die Situation tatsächlich ist, konnte anhand Ihrer Unterstützung ausführlich belegt werden.

Die Ergebnisse sind alarmierend: Im Vergleich zur letzten Erhebung im Jahr 2018 hat sich eine deutliche Verschlechterung hinsichtlich Arbeitsverdichtung und Personalmangel gezeigt. Für 86 Prozent der Ärztinnen und Ärzte hat sich die Arbeit in den letzten Jahren deutlich verdichtet, im Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) sehen das bereits neun von zehn Kolleginnen und Kollegen so. Dies hat auch Auswirkungen auf die Patientenbetreuung, und so empfinden knapp 82 Prozent im KAV, dass sie zu wenig Zeit für ihre Patientinnen und Patienten haben. Grund dafür ist nicht nur der immer größer werdende Personalmangel unter uns Ärztinnen und Ärzten, sondern auch die Vielzahl an Verwaltungsaufgaben sowie der Mangel an Pflegepersonal.

Weitere Ergebnisse der Umfrage können Sie hier nachlesen.

Es gilt, die Politik wachzurütteln - dies dürfte mit der Forderung nach einem Krisengipfel für Wiens Spitäler gelungen sein, da sich das Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker umgehend mit der Ärztekammer in Verbindung gesetzt und zeitnahe Gesprächsbereitschaft signalisiert hat. Helfen Sie uns, durch Ihre Hinweise eine starke Verhandlungsbasis zu schaffen. Melden Sie jetzt Ihre konkreten akuten Probleme am Arbeitsplatz an 144@aekwien.at.

An dieser Stelle möchten wir uns für die bereits eingelangten E-Mails bedanken - alle Anliegen werden selbstverständlich völlig vertraulich behandelt.

Lassen Sie uns gemeinsam für ein besseres Gesundheitssystem eintreten und unsere Spitäler retten, wie Ihnen auch in diesem Video erklärt wird.


Save-the-Date: Wiener SpitalsärztInnenkongress 2019
Unter dem Titel "Gesundheitssystem 3.0 - Diagnose: Multimorbid?" findet am Freitag, den 6. September 2019 ab 10.00 Uhr bereits zum zweiten Mal der Wiener SpitalsärztInnenkongress statt. Freuen Sie sich auf nationale und internationale Spezialisten, welche über die Herausforderungen des demografischen Wandels, medizinische Versorgung und Gesundheit im wirtschaftlichen Diskurs diskutieren.

Zeit: Freitag, 6. September 2019, ab 10.00 Uhr
Ort: Museumsquartier, Arena 21, Ovalhalle, 1070 Wien, Museumsplatz 1/5

Weitere Informationen und die Anmeldung finden Sie hier.


Ärztekammer fordert generelle Impfpflicht für Gesundheitspersonal
Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres, der die generelle Impfpflicht befürwortet, sowie der Vorstand der Wiener Ärztekammer, fordern, dass für das gesamte Gesundheitspersonal in Österreichs Spitälern Impfungen zukünftig angeboten und auch durch den Arbeitgeber bezahlt werden sollen - einschließlich von Titerbestimmungen im Falle eines unklaren Impfstatus. Zudem fordert die Ärztekammer, dass in Krankenanstalten zukünftig nur mehr Personen aufgenommen werden dürfen, die einen vollständigen Impfstatus entsprechend den im österreichischen Impfplan empfohlenen Impfungen nachweisen können.

Außerdem sollten auch alle freiberuflich tätigen Ärztinnen und Ärzte sowie das in den Ordinationen tätige Personal durch eine Verordnung der Ärztekammer zu Impfungen verpflichtet werden. Dies hat der Wiener Vorstand zuletzt beschlossen. Ein diesbezügliches Ansuchen wird an die Österreichische Ärztekammer ergehen, mit dem Ziel, eine entsprechende Verpflichtung ab dem Jahr 2020 zu verankern.


Resolution zu "DON'T SMOKE" verabschiedet
In einer Resolution forderte kürzlich der Vorstand der Ärztekammer für Wien von den im Parlament vertretenen Parteien, das Thema Nichtraucherschutz rasch wieder auf die Tagesordnung des Nationalrates noch vor der Neuwahl zu setzen, um die unverzügliche Umsetzung eines umfassenden Nichtraucherschutzes in der Gastronomie in Österreich entsprechend der bereits 2015 beschlossenen Novelle zum Tabakgesetz sicherzustellen. Begründet wurde dieser Beschluss mit dem "Ausscheiden des Vizekanzlers der Republik Österreichs, der sich stets vehement gegen die Einführung eines absoluten Rauchverbots in Österreichs Gastronomie ausgesprochen und damit alle diesbezüglichen medizinischen und gesellschaftspolitischen Argumente konsequent negiert hat". Mit einer neuerlichen Befassung des Parlaments würde auch dem Ansinnen jener 881.692 Österreicherinnen und Österreicher entsprochen werden, die im vergangenen Jahr das Volksbegehren "DON'T SMOKE" unterschrieben haben, so die Ärztekammer.


Wir sind für Feedback, Wünsche und Anregungen stets offen.
Diese bitte an: kurie.ang@aekwien.at.

Mit kollegialen Grüßen

Ihre Kurie angestellte Ärzte