Sehr geehrte Frau Kollegin!
Sehr geehrter Herr Kollege!

 

Neuer Kollektivvertrag (KV) für die Angestellten bei Ärzten und Gruppenpraxen in Wien
Per 1. Jänner 2019 wird für die Angestellten bei Ärztinnen und Ärzten sowie in Gruppenpraxen in Wien ein neuer Kollektivvertrag in Kraft treten. Das kollektivvertragliche Gehalt wird aufgrund einer ausbleibenden Erhöhung im Jahr 2018 und erfolgreichen Verhandlungen mit der Krankenkasse um sechs Prozent erhöht. Bei den Ist-Gehältern kommt es zu einer Erhöhung von drei Prozent. Wurde das Gehalt der Arbeitnehmer 2018 schon freiwillig erhöht, so kann dies angerechnet werden. Es konnten zahlreiche Verbesserungen für die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte erreicht werden, z.B. die Ausdehnung der täglichen Normalarbeitszeit bis 22.00 Uhr sowie samstags bis 14.00 Uhr, die Möglichkeit der Einführung einer Viertage-Woche, bei der die Mitarbeiter zehn Stunden ohne Zuschläge beschäftigt werden können oder die Möglichkeit, Gruppenpraxen auch am Wochenende und an Feiertagen zu öffnen. Des Weiteren konnte ein Durchrechnungsmodell für Gruppenpraxen verhandelt werden, das entweder für die gesamte Gruppenpraxis gewählt werden kann, oder aber mit einzelnen Arbeitnehmern vereinbart werden kann, um so die Arbeitszeit der Arbeitnehmer unter gewissen Voraussetzungen über einen Zeitraum von sechs Monaten durchzurechnen. Es wird auch zu keiner rückwirkenden Erhöhung der Mindestgehälter kommen, obwohl 2018 keine Erhöhungen gewährt wurden.

Im Ergebnis hat die Ärztekammer für Wien durch die deutliche Gehaltserhöhung für alle Angestellten bei Ärztinnen und Ärzten auch gezeigt, dass nach einem fairen Abschluss mit der WGKK ihr auch die faire Entlohnung der Mitarbeiter in den Ordinationen durch die Wiener Ärzteschaft ein Anliegen ist.

Den neuen Kollektivvertrag finden Sie hier.

Sollten Sie oder Ihr Steuerberater Fragen dazu haben, stehen Ihnen unsere Mitarbeiterinnen Alexandra Berdenich (berdenich@aekwien.at; 01/51501-1426), Esther Böcskör (boecskoer@aekwien.at; 01/51501-1666) und Claudia Mayer (c.mayer@aekwien.at; 01/51501-1231) zur Verfügung.


Ärztegesetz-Novelle: Neuerungen für Notärzte, Ausbildung, Anstellung
Die Novelle des Ärztegesetzes, welche im Dezember im Plenum des Nationalrats behandelt wird, soll einige Neuerungen über Anstellungsverhältnisse mit sich bringen. Niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten soll es künftig möglich sein, Kolleginnen und Kollegen in ihren Ordinationen zur Unterstützung anzustellen. Der anstellende Arzt muss gemäß Gruppenpraxis-Regelung jedoch mitarbeiten. Die selbstständige, freiberufliche Vertretungsmöglichkeit soll dennoch erhalten bleiben. Das Ausbildungssystem der Notärzte soll ebenfalls Neuerungen unterzogen werden. Das vorliegende Konzept sieht eine Erweiterung des bisherigen notärztlichen Lehrgangs von 60 auf 80 Einheiten, einen definierten notärztlichen klinischen Kompetenzerwerb im Rahmen einer zumindest dreijährigen selbständigen und unselbständigen Berufsausübung, die Teilnahme an zumindest 20 supervidierten notärztlichen Einsätzen sowie die Absolvierung einer theoretischen und praktischen Abschlussprüfung vor. Neu soll auch sein, dass Turnusärzte ohne Anleitung und Aufsicht Einsätze im Rahmen krankenanstaltenangebundener organisierter Notarztdienste absolvieren können, wenn die oben stehenden Ausbildungsnachweise erfüllt sind und eine individuelle Freigabe durch den Leiter der Organisationseinheit, an die der organisierte Notarztdienst angebunden ist, vorliegt. Weiters soll klargestellt werden, wie symptomatische Therapien in der Palliativmedizin ihre Zulässigkeit finden. Der Begutachtungsvorschlag betreffend komplementär- und alternativmedizinischer Methoden wurde gestrichen, laut Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein müsse noch einiges eingearbeitet werden.

Mehr Infos finden Sie auf medinlive.at: www.medinlive.at/themenschwerpunkt-aerztegesetz


E-Card - Ärztekammer begrüßt Foto
Die Ärztekammer begrüßt die Ausstattung der neuen E-Card mit einem Foto. Damit werde eine langjährige Forderung erfüllt. Die Identitätsprüfung, die Ärztinnen und Ärzten vorgeschrieben ist, ist ein erheblicher Zeitfresser im Alltag. Das Foto wird sowohl der Ärzteschaft als auch dem Ordinationspersonal diesbezüglich Erleichterung bringen und auch dazu beitragen, gröbste Fälle von Missbrauch zu verhindern. Die kolportierten Überlegungen, dass Ärzte künftig Patienten ohne Foto auf ihrer E-Card informieren sollen, wie sie zu einem Foto kommen, lehnt die Ärztekammer jedoch strikt ab. Schon jetzt ist der administrative Aufwand für die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte viel zu hoch und wirkt abschreckend auf den Mediziner-Nachwuchs. Es wäre kontraproduktiv, der Ärzteschaft noch mehr Administrations-Fesseln anzulegen.


25. Forensisch-psychiatrische Tagung in Wien
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Ärztekammer für Wien statt. Mehr Informationen zu Programm und Anmeldung finden Sie hier.

 

 


Wir sind für Feedback, Wünsche und Anregungen stets offen.


Diese bitte an: kurie.ng@aekwien.at

Mit kollegialen Grüßen
Ihre Kurie niedergelassene Ärzte