Sehr geehrte Frau Kollegin!
Sehr geehrter Herr Kollege!

 

Ärztegesetz-Entwurf: Anstellung von Ärzten bei niedergelassenen Ärzten
Zurzeit ist eine Novelle des Ärztegesetzes in Begutachtung, die die Anstellung von Ärztinnen und Ärzten bei niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen regeln soll. Darin soll gesetzlich festgeschrieben werden, dass künftig jede/r niedergelassene Ärztin oder Arzt eine Ärztin oder einen Arzt im Umfang eines Vollzeitäquivalents anstellen darf. Ein Vollzeitäquivalent entspricht hierbei 40 Wochenstunden, wobei diese 40 Stunden auch auf mehrere Ärztinnen und Ärzte aufgeteilt werden können. In Gruppenpraxen - auch mit mehreren Gesellschaftern - soll die Anstellung von Ärztinnen und Ärzten im Ausmaß von höchstens zwei Vollzeitäquivalenten (also maximal 80 Stunden) zulässig sein. Ebenfalls soll gesetzlich klargestellt werden, dass eine Anstellung ausschließlich im Fachgebiet des Ordinationsinhabers bzw. der Gesellschafter der Gruppenpraxis möglich sein soll.

Auch hinsichtlich Vertretungen soll es zu einer Klarstellung kommen: so soll im Ärztegesetz festgeschrieben werden, dass jede Form der Vertretung immer eine freiberufliche Tätigkeit darstellt, wobei das Gesetz von einem Vertretungsfall immer dann ausgeht, wenn sich der Vertretene und der Vertreter nicht überwiegend gleichzeitig in der Ordination bzw. der Gruppenpraxis aufhalten.

Durch die gleichzeitige Änderung der Sozialversicherungsgesetze soll ausreichend Rechtssicherheit für die Anstellung von Ärztinnen und Ärzten im niedergelassenen Bereich geschaffen werden. Durch das Festschreiben einer zahlenmäßigen Beschränkung soll darüber hinaus die Abgrenzung zur Rechtsform von Krankenanstalten sichergestellt werden. Parallel dazu finden zwischen den beiden Bundeskurien auf ÖÄK-Ebene Verhandlungen über einen Kollektivvertrag für bei Ärztinnen und Ärzten angestellte Ärztinnen und Ärzte statt - diese sind aber noch nicht abgeschlossen.

Die Ärztekammer für Wien wird Sie über den weiteren Gesetzwerdungsprozess am Laufenden halten und steht für Rückfragen unter recht@aekwien.at gerne zur Verfügung. In Kraft treten könnten diese Regelungen frühestens mit 1. Jänner 2019


Darmkrebs-Vorsorge-Telefon wieder aktiv
Das Darmkrebs-Vorsorge-Telefon der Selbsthilfe Darmkrebs bietet seit Anfang September wieder Beratungen an. Die primäre Aufgabe des Vorsorge-Telefons besteht darin, durch Zuhören und gezielte Fragen ein allfälliges Gefahrenpotenzial sensibel auszuloten, die modernen Methoden der Koloskopie zu erläutern, die Vorteile der sanften Koloskopie nahezubringen und so Ängste zu zerstreuen. Ziel ist es, die Anrufer zum Besuch des Hausarztes oder eines Facharztes zu motivieren, denn das Angebot der Krankenkassen, ab dem 50. Lebensjahr regelmäßig - d.h. alle fünf bis sieben Jahre - eine Koloskopie kostenfrei in Anspruch zu nehmen, wird nur von ca. 10% der Bevölkerung in dieser Altersgruppe angenommen.

Darmkrebs-Vorsorge-Telefon: Friedrich Anton Weiser
Jeden Montag von 8.00 bis 11.00 Uhr unter der Telefonnummer 0664/307 85 85
Infos: www.selbsthilfe-darmkrebs.at 

 

 

 


Wir sind für Feedback, Wünsche und Anregungen stets offen.


Diese bitte an: kurie.ng@aekwien.at

Mit kollegialen Grüßen
Ihre Kurie niedergelassene Ärzte