Sehr geehrte Frau Kollegin!
Sehr geehrter Herr Kollege!
 

Ärztegesetz-Novelle: Neuerungen für Notärzte, Ausbildung, Anstellung
Die Novelle des Ärztegesetzes, welche im kommenden Dezember im Plenum des Nationalrats behandelt wird, soll einige Neuerungen über Anstellungsverhältnisse mitbringen. Niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten soll es künftig möglich sein, Kolleginnen und Kollegen in ihrer Ordination zur Unterstützung anzustellen. Die Forderung seitens der Kurie angestellte Ärzte, dass der anstellende Arzt gemäß Gruppenpraxis-Regelung trotzdem mitarbeiten muss, wurde übernommen. Die selbstständige, freiberufliche Vertretungsmöglichkeit soll dennoch erhalten bleiben. Das Ausbildungssystem der Notärzte soll ebenfalls Neuerungen unterzogen werden. Das vorliegende Konzept sieht eine Erweiterung des bisherigen notärztlichen Lehrgangs von 60 auf 80 Einheiten, einen definierten notärztlichen klinischen Kompetenzerwerb im Rahmen einer zumindest dreijährigen selbständigen und unselbständigen Berufsausübung, die Teilnahme an zumindest 20 supervidierten notärztlichen Einsätzen sowie die Absolvierung einer theoretischen und praktischen Abschlussprüfung vor. Neu soll auch sein, dass Turnusärzte ohne Anleitung und Aufsicht Einsätze im Rahmen krankenanstaltenangebundener organisierter Notarztdienste absolvieren können, wenn die obenstehenden Ausbildungsnachweise erfüllt sind, und eine individuelle Freigabe durch den Leiter der Organisationseinheit, an die der organisierte Notarztdienst angebunden ist, vorliegt. Die Kurie angestellte Ärzte fordert darüber hinaus, dass Turnusärzte, die solche Einsätze absolvieren, in Relation zu den ansonsten Notarztdienste verrichtenden Kolleginnen und Kollegen gleichwertig entlohnt werden. Weiters soll klargestellt werden, wie symptomatische Therapien in der Palliativmedizin ihre Zulässigkeit finden. Der Begutachtungsvorschlag betreffend komplementär- und alternativmedizinischer Methoden wurde gestrichen, laut Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein müsse noch einiges eingearbeitet werden.


Sonderklasse: Rückstand bei SKL-Verrechnung durch Baldinger und Partner
Bei der Verrechnungsstelle der SKL-Honorare im KAV inklusive AKH, gibt es bei Baldinger und Partner nach wie vor massive Auszahlungsverzögerungen und Rückstände in der Fakturierung. Diese resultieren aus der dort herrschenden knappen Personalsituation (Ausfälle, Fluktuation, Krankenstände, Karenzen, ...). Wie bereits in den Kuriennews berichtet, führt die Ärztekammer für Wien weiterhin sehr enge und intensive Gespräche mit Baldinger und Partner, um eine zeitgerechte und ordnungsgemäße Abrechnung endlich weiter voranzutreiben. Zusätzlich werden wir die Firma ab kommendem Monat personell unterstützen. Ziel ist selbstverständlich, die bestehenden Rückstände so schnell wie möglich aufzuarbeiten und erneuten Problemen vorzubeugen. Wir halten Sie selbstverständlich über die weitere Entwicklung am Laufenden.


Wir sind für Feedback, Wünsche und Anregungen stets offen.
Diese bitte an: kurie.ang@aekwien.at.

Mit kollegialen Grüßen

Ihre Kurie angestellte Ärzte