Sehr geehrte Frau Kollegin!
Sehr geehrter Herr Kollege!

 

Information zum Regionalen Strukturplan Gesundheit Wien ambulant 2025/2030 (RSG)
Die Wiener Zielsteuerungskommission hat kürzlich den ambulanten RSG Wien (RSGW-ambulant) beschlossen. Der RSGW-ambulant umfasst für die Zieljahre 2025 und 2030 Planungsaussagen und Empfehlungen für den gesamten ambulanten Versorgungsbereich, differenziert nach der gemäß ÖSG-VO in der "RSG-Planungsmatrix" vorgegebenen Fächerstruktur. Abweichungen von den Planungsrichtwerten des ÖSG sind daher vollständig durch die quantifizierte Berücksichtigung der regionalen Spezifika der Großstadt Wien begründet.

Die Planungsaussagen für die im Rahmen des RSGW-ambulant zu behandelnden Fachbereiche der Kapazitätsplanung (exkl. Kinder- und Jugendpsychiatrie / KJP und Psychiatrie / PSY) weisen für das Jahr 2025 mit 3.548 PLAN-Ärztlichen ambulanten Versorgungseinheiten (ÄAVE) und 393 ÄAVE (+12,5 Prozent) mehr aus als im IST-Stand 2016. In diesem Zeitraum bis 2025 wird die Wiener Bevölkerung um 8,4 Prozent wachsen. Bis zum Jahr 2030 wird eine Zunahme um weitere rund 119 ÄAVE auf insgesamt rund 3.669 PLAN-ÄAVE ausgewiesen (+16,8 Prozent gegenüber 2016). Von 2016 bis 2030 wird ein Anstieg der Wiener Bevölkerung um 11,1 Prozent prognostiziert.

Für die Ärztekammer ist der nun beschlossene RSG, nach jenem ersten Entwurf, der massiv von uns abgelehnt wurde, ein annehmbarer Kompromiss, da unter anderem unsere Wünsche betreffend der Vermehrung der Ärztinnen und Ärzte erfüllt wurden: 600 Ärztinnen und Ärzte - 300 je Kurie - mehr wurden gefordert, etwa 500 stehen jetzt darin. Das ist ein großer Erfolg und ebenfalls wichtig ist, dass die Ärztekammer als Partnerin in diesen Gesprächen mehr als ernst genommen wurde. Durch die starke Einbindung der Ärztekammer in die Gespräche ist es ermöglicht worden, mehr Ärztinnen und Ärzte für die Spitäler sicherzustellen.

Für weitere Informationen zum RSG bitte wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihre Kurie angestellte Ärzte unter kurie.ang@aekwien.at


ÖÄK: Ärztestatistik 2018 bestätigt Ärztemangel und Nachwuchsproblem
Den drohenden Ärztemangel, vor dem die Ärztekammer schon längere Zeit warnt, zeigt die aktuelle Altersstatistik 2018 sehr deutlich: Lediglich 18,9 Prozent der Ärztinnen und Ärzte sind unter 35 Jahre und könnten noch 30 Jahre ihren Dienst versehen. Hingegen sind 29,7 Prozent jenseits der 55 Jahre und werden in den nächsten Jahren in Pension gehen. Aus den 14.581 Ärztinnen und Ärzten, die in den nächsten 10 Jahren das Pensionsalter überschreiten werden, ergibt sich ein jährlicher Nachbesetzungsbedarf von 1.458 pro Jahr, allein um eine Aufrechterhaltung des Status quo der Kopfzahl zu gewährleisten.

Mehr Informationen finden Sie dazu hier.


Mögliche Pensionseinbußen bei Ärztinnen und Ärzten der Sozialversicherungsträger
Berechnungen eines von der Kurie angestellte Ärzte beauftragten Rechtsanwalts haben ergeben, dass bei Sozialversicherungsträgern beschäftigten Ärztinnen und Ärzten, die ihr Dienstverhältnis zwischen 1996 und 2003 begonnen haben, durch die Überführung ihrer Pensionsanwartschaften in ein Pensionskassensystem im Jahr 2004 Pensionskürzungen von bis zu 50 Prozent ihrer betrieblichen Pension drohen könnten. Die Betriebsräte des Lorenz-Böhler-Krankenhauses sowie des Unfallkrankenhauses Meidling haben aus diesem Grund bereits Feststellungsklagen beim Arbeits- und Sozialgericht eingebracht. Die Kurie angestellte Ärzte der Ärztekammer für Wien unterstützt diese Verfahren, um klarzustellen, dass in einmal gemachte Leistungszusagen nicht eingegriffen werden darf.

Für weitere Informationen zu diesen Verfahren wenden Sie sich bitte an Frau Mag. Stefanie Singer (singer@aekwien.at, 51 501 DW 1426)

 

 


Wir sind für Feedback, Wünsche und Anregungen stets offen.
Diese bitte an: kurie.ang@aekwien.at.

Mit kollegialen Grüßen

Ihre Kurie angestellte Ärzte