Sehr geehrte Frau Kollegin!
Sehr geehrter Herr Kollege!

 

 

Partnerarzt-Vorschlag von Versicherungsunternehmen: Bitte keinesfalls annehmen!
Wir möchten Sie nochmals darauf Aufmerksam machen, dass die Versicherungsunternehmen UNIQA und Merkur derzeit in verschiedenen Pilotprojekten in Wien, Graz und Linz niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten anbieten, Wahlarzt-Ordinationsleistungen statt mit dem Patienten direkt, mit dem Versicherungsunternehmen abzurechnen. Was auf den ersten Blick vorteilhaft erscheinen könnte, ist aus Sicht der Ärztekammer eine Mogelpackung, die aus diesen Gründen keinesfalls angenommen werden sollte.
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Wir raten daher weiterhin allen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten dringend davon ab, Partnerarzt von privaten Versicherungsanbietern zu werden. Für uns steht die Stärkung des solidarischen Gesundheitssystems im Vordergrund. Dies steht nicht unbedingt im Widerspruch zum Wahlarztsystem beziehungsweise einer Privatmedizin. Skeptisch sind wir nur, sollte mit dem Vorstoß der privaten Krankenversicherer eine Art Monopol entstehen, denn das ginge in jedem Fall zulasten der Patienten. Falls Sie inhaltliche Fragen zu den Partnerverträgen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.


Wartungsarbeiten am E-Card-System und in ELGA am 27. September 2018 ab 20.00 Uhr
Wir wurden von der Sozialversicherungs-Chipkarten Betriebs- und Errichtungsgesellschaft (SVC) darüber informiert, dass es am 27. September 2018 ab 20.00 Uhr aufgrund von Wartungsarbeiten im E-Card-System und in ELGA zu Beeinträchtigungen kommen kann.


Einbezug von Überstunden sowie Sonn- und Feiertagsentgelten in das Wochengeld
Der Oberste Gerichtshof hat kürzlich entschieden, dass in die Berechnung des Wochengeldes, das der Mutter für die Zeit des Mutterschutzes, also grundsätzlich acht Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt des Kindes zusteht, vor Meldung der Schwangerschaft regelmäßig geleistete Überstunden sowie Sonn- und Feiertagsentgelte miteinzubeziehen sind. Dies war bis jetzt nicht der Fall. Der Arbeitgeber ist hier für die richtige Ausstellung der Arbeits- und Entgeltbestätigung verantwortlich und hat die geänderte Praxis ab nun zu berücksichtigen. Haben Frauen bereits Wochengeld erhalten, dann können sie von der zuständigen Krankenkasse eine Nachverrechnung verlangen, und zwar rückwirkend bis zu zwei Jahre. Der Arbeitgeber hat hier eine korrigierte Arbeits- und Entgeltbestätigung auszustellen, bei der auch Überstunden sowie Sonn- und Feiertagsentgelte berücksichtigt werden müssen. Wenden Sie sich am besten an Ihren Arbeitgeber bzw. an Ihre zuständige Krankenversicherung.
Bei Fragen steht Ihnen auch die Stabsstelle Recht der Ärztekammer für Wien (Mag. Alexandra Berdenich, Tel.: 51 501 DW 1426, E-Mail) zur Verfügung.

 

 


Wir sind für Feedback, Wünsche und Anregungen stets offen.


Diese bitte an: kurie.ng@aekwien.at

Mit kollegialen Grüßen
Ihre Kurie niedergelassene Ärzte