Krankenanstalten-Arbeitszeit: Ärztekammer stellt Expertise gerne zur Verfügung

Weismüller: „Spitalsärzte müssen ent- und nicht belastet werden"

„Mit großer Freude" nimmt die Kurie angestellte Ärzte der Ärztekammer für Wien die Einladung der Stadt Wien zu einem Runden Tisch an, um zu den derzeit geplanten Änderungen im Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz (KA-AZG) Stellung zu nehmen. Die bevorstehende Kürzung von Ruhezeiten nach Bereitschaftsdiensten von elf auf fünf Stunden ist aus Sicht der Kurie „völlig inakzeptabel".

„Wir sind sehr erfreut, wenn zumindest in Wien auf Landesebene unsere massiven Bedenken ernstgenommen werden", erklärt dazu Wolfgang Weismüller, Vizepräsident und Obmann der Kurie angestellte Ärzte der Ärztekammer für Wien. „Das Herabspielen des Themas durch die Regierung während des Wochenendes war dagegen der Sache nicht sehr dienlich. Wir Spitalsärzte meinen es ernst, wenn wir sagen: Jetzt ist Schluss!"

Die Ärztekammer hatte bereits in der vergangenen Woche darauf hingewiesen, dass der Gesetzgeber einen Gesetzentwurf plant, der das KA-AZG weiter „aufweicht" und im Bereich der Rufbereitschaft die dringend nötige Regenerationszeit von Ärztinnen und Ärzten extrem verkürzen würde. Weismüller: „Neben dem bereits existierenden Problem der viel zu hohen Arbeitsbelastung aufgrund fehlenden Personals wächst damit zusätzlich die Gefahr, dass wir unsere Patienten nicht mehr auf dem Niveau versorgen können, wie es von ihnen erwartet wird." (ast)