Charityprojekt und Highlights des Wiener Ärzteballs

Wien, 15. Jänner 2019 – Der Wiener Ärzteball ist einer der vornehmsten Bälle in Wien und stets ein Treffen von Größen aus Medizin, Politik, Wirtschaft, Industrie und Sozialversicherung. Einen Abend lang strahlen die historischen Räume der Wiener Hofburg in ihrem Glanz für ungefähr 4000 Ballbesucher. Er findet stets am letzten Samstag im Jänner statt, das ist diesmal der 26. Jänner 2019. 

Seit 2013 veranstaltet die Wiener Ärztekammer beim Ärzteball unter dem Motto „Ärzteball goes charity" ein Casino. Dabei haben die Ballgäste die Möglichkeit, bei Black Jack oder Roulette ihr Glück zu versuchen, Sachpreise zu gewinnen und gleichzeitig etwas Gutes zu tun, denn jeder gespendete Beitrag im Casino kommt einer Hilfsorganisation zugute. So konnte in den letzten Jahren Geld für das „neunerhaus", „Herzkinder", „Licht für die Welt – Christoffel Entwicklungszusammenarbeit", „JoJo – Kindheit im Schatten", „DEBRA Austria – Hilfe für die Schmetterlingskinder" sowie „Make-A-Wish Foundation® Österreich" gesammelt werden.

„Ich bin sehr froh, dass ein so glanzvolles Event wie der Ärzteball, der sich ausschließlich durch die Einnahmen der Eintrittskarten- und Tischverkäufe finanziert, den Reinerlös sowie die gesammelten Spenden für einen karitativen Zweck spendet", betont dazu die Leiterin des Ballkomitees des Wiener Ärzteballs, Isabella Clara Heissenberger. Es gebe sehr viele medizinische und karitative Organisationen, die es wert seien, unterstützt zu werden. Da sei es „fast schon schwierig, jedes Jahr nur eine Organisation auswählen zu können".

Heissenberger ist den Ballgästen dankbar, dass sie neben dem Ballvergnügen auch an die gute Sache denken: „Wir haben sehr viele Sponsoren, aber eben auch viele private Ballgäste, die uns unterstützen, und es ist schön, zu sehen, dass die Spendensumme jedes Jahr größer wird."

#wirtun für Frauen, Mütter und ihre Kinder in Not

Auch dieses Jahr hat das Ballkomitee beschlossen, den karitativen Gedanken des Ärzteballs in den Vordergrund zu stellen: Im Jahr 2019 kommen die gesammelten Spenden sowie der gesamte Reinerlös auf Initiative von Doris Schmidauer dem Hilfsfonds „#wirtun für Frauen, Mütter und ihre Kinder in Not" zugute.

Im März 2018 wurde der Hilfsfonds „#wirtun" von Schmidauer, gemeinsam mit der Caritas, ins Leben gerufen, um 1000 Frauen in akuter Not, die unter Armut oder Gewalt leiden und Hilfe benötigen, zu unterstützen. „Weibliche Armut ist auch bei uns in Österreich ein Stück Realität", betont Schmidauer. „Wir wollen Frauen, die von Armut oder Gewalt betroffen sind, Mut machen, möglichst frühzeitig Hilfe anzunehmen." Denn oft sei die Hemmschwelle bei Frauen sehr groß. „Gerade Mütter haben die Angst, dass ihnen die Kinder weggenommen werden, wenn sie ihre Wohnungslosigkeit offenbaren, oder sie schämen sich für ihre Situation."

Geholfen werden soll insbesondere durch Notquartiere, Wohnplätze, Beratung, Kleidung für Behörden- oder Bewerbungsgespräche sowie Miethilfe. Das derzeitige Angebot muss ausgebaut werden, denn dieses kann die Nachfrage im Moment bei Weitem nicht decken.

Die Initiative ist unter anderem auch deswegen so wichtig, weil es darum geht, die oft unsichtbare Form der Armut sichtbar zu machen. Schmidauer: „Ich bin überzeugt, dass diese Aktion die Möglichkeit bietet, Frauen zu stärken, und ihnen dabei hilft, sich wieder aufzurichten. Wir wollen und können ihnen dabei helfen, wieder ein selbstbestimmtes Leben zu führen."

Der Hilfsfonds ist ausschließlich auf Spenden angewiesen, „da ist es besonders schön, dass der Wiener Ärzteball hierbei unterstützt", so Schmidauer. „Ich hoffe, dass die Ballbesucher einen schönen Abend verbringen und freue mich dabei natürlich besonders, dass sie damit gleichzeitig und zusätzlich mit ihrer Spende am Ballabend ‚#wirtun‘ helfen."

Hilfe für einen neuen Alltag

In Österreich sind laut offizieller Statistik knapp 495.000 Frauen armutsgefährdet oder akut armutsbetroffen. Sie verdienen weniger als Männer und beziehen geringere Pensionen. Frauen sind häufiger Gewalt ausgesetzt. Und die Armut von Frauen ist versteckter. „Wenn man an obdachlose Menschen denkt, denkt man zu allererst an Männer, denn Frauenwohnungslosigkeit ist oft unsichtbar. Doch auch wenn man sie nicht sieht: Diese versteckte Armut ist dennoch da", so Klaus Schwertner, Generalsekretär der Caritas der Erzdiözese Wien.

„Vielen dieser Frauen begegnen wir in unseren Einrichtungen in ganz Österreich. Dabei sehen wir: Die Nachfrage nach Unterstützung ist vielfach deutlich höher als das Angebot, in den Mutter-Kind-Häusern ebenso wie in den Sozialberatungsstellen", fügt Schwertner hinzu.

Mithilfe der Kampagne will die Organisation nun auf Frauen zugeschnittene Unterstützungsmaßnahmen schaffen, bestehende Angebote ausbauen, die Wartelisten verkürzen, das Thema aus der Tabuzone und ins Bewusstsein holen und Frauen ermutigen, Hilfe anzunehmen.

Mutter-Kind-Häuser und Familienzentren

Pro Jahr leben etwa 150 wohnungslose Mütter mit ihren Kindern in drei Mutter-Kind-Häusern der Caritas in Wien – die Häuser Immanuel, Luise und Frida. Hinter den Frauen und Kindern liegen Krisen, Verzweiflung, Wohnungsverlust, Armut, kaum Rückhalt im Familien- und Freundeskreis und Gewalt. Vor ihnen türmen sich Belastungen wie Krankheit, Überschuldung, Traumata sowie psychische und physische Erschöpfung auf. Professionelle Teams begleiten Mutter und Kind durch diese schwierige Zeit mit Beratung und Betreuung letztendlich mit dem Ziel auf ein selbstständiges Leben.

Den Kindern gehört dabei die größte Aufmerksamkeit, denn sie sind durch häufige Wohnungswechsel und den Verlust des stabilen Zuhauses schwer belastet, haben kaum Freunde und sind oft sozial völlig isoliert. „#wirtun" steht dabei für konkrete Hilfe.

Das Haus Immanuel in Brigittenau, die älteste Einrichtung der Caritas, ist eine Übergangswohnung für wohnungslose in- und ausländische Mütter und ihre Kinder.

Das Haus Luise in Rudolfsheim-Fünfhaus vereint drei Angebote: ein Notquartier für Mütter, das rund um die Uhr geöffnet ist, das Mutter-Kind-Wohnen sowie das Abklärungswohnen in Zusammenarbeit mit der MA 11.

Das Haus Frida in Floridsdorf beherbergt wohnungslose in- und ausländische Mütter und ihre Kinder, die zum Teil mit unklarem Status in Österreich sind.

Die Caritas steht für Hilfe von in Not geratenen Menschen allen Alters, Kultur, Herkunft, Religion, Status, in Krankheit, am Rande des Lebens, Leben mit Behinderung und bei Naturkatastrophen. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in Österreich, gemeinsam mit Partnerorganisationen hilft die Caritas aber auch im Ausland.

„Tanzen ist gesund" – Das diesjährige Motto des Ärzteballs

Jedes Jahr steht der Ärzteball unter einem besonderen Motto, das sich wie ein roter Faden durch den Abend und das gesamte Programm zieht. 2019 heißt dieses Motto „Tanzen ist Medizin".

Tanzen ist älter als es schriftliche Aufzeichnungen über menschliche Kulturen gibt. Tanzen ist Leben und Bewegung. Tanzen ist gut für die Gesundheit. Es kann das Demenzrisiko minimieren, und Studien haben gezeigt, dass es gewissermaßen pharmakologische Wirkung hat. Denn bei diesem Sport gibt es keine Trennung zwischen Geschlechtern und Generationen, er beansprucht Motorik, Aufmerksamkeit sowie das Lang- und Kurzzeitgedächtnis und ist gut für die Ausdauer. Sich zu Musik zu bewegen, wirkt entspannend und ist eine Wohltat für die Seele.

Ein weiterer positiver Effekt ist das Training von Beckenbodenmuskulatur, etwa beim Paso doble oder beim Samba, oder des gesamten Stützapparats, wie es etwa beim Wiener Walzer der Fall ist. Beim Rock'n'Roll verbraucht man in einer Stunde so viel Kalorien wie bei einer Stunde Laufen und beim Wiener Walzer so viel wie bei einer Stunde Squash.

Tanzen, dahingleiten auf dem Parkett, ist vor allem während der Ballsaison ein Vergnügen, und diesem kann man sich im wundervollen Ambiente beim Wiener Ärzteball in der Hofburg hingeben.   

Eröffnung mit „Ich bin O. K. Dance Company"

Auch die Eröffnung durch das Jungdamen- und Jungherren-Komitee wird den Faden des Mottos „Tanzen ist Medizin" aufnehmen.

„Zudem freut es mich, dass ich die Eröffnungseinlage mit der ‚Ich bin O. K. Dance Company‘ und unserem Choreografen Andy Pohl ankündigen kann," so Heissenberger. „Das wird dieses Jahr sicherlich ein besonderes Highlight des Balls."

Bei „Ich bin O. K. Dance Company" tanzen Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam, denn alle sollen und können überall mitmachen. Das gilt in der Kunst, und natürlich auch im Besonderen für das Tanzen. Heissenberger: „Ich bin schon sehr gespannt auf die Eröffnung und bin überzeugt, dass diese unsere Ballbesucher begeistern wird."

Mitternachtseinlage „Bass & Co Brothers"

Künstlerisches Highlight des Ärzteballs ist diesmal die Mitternachts-Show von dem Quartett „Bass & Co Brothers". Stephan Heiner (Kontrabass & Vocals), Börns FunkyFingers (Gitarre & Vocals), Philipp Karajev (Violine, Saxophon & Vocals) und Novo Patrick Neudorf (Gitarre & Vocals) begeistern mit groovigen Bässen, wohlklingenden Gitarren, rauchigem Saxophon, teuflischer Geige und vierstimmigen Chören sowie durch ihre Leidenschaft, Authentizität und mit viel Spaß auf der Bühne. Sie führen die Ballgäste durch eine musikalische Reise mit Klängen der 1950er-Jahre, Rock'n'Roll, Blues, Balladen bis hin zu Austropop. „So ist garantiert für jeden Geschmack etwas dabei", ist die Ballorganisatorin überzeugt.   

Die Ballbesucher haben die Möglichkeit, gleich zweimal die Show von „Bass & Co Brothers" zu bewundern, um Mitternacht im Festsaal und anschließend im Zeremonien-saal. 

Blumendekoration und andere Besonderheiten

Eine Besonderheit des Ärzteballs ist der prächtige Blumenschmuck, werden doch die Räume der Wiener Hofburg mit einem wahren Blumenmeer aus Tausenden von Blüten sehr aufwendig und liebevoll von der Firma Toifl Blumen dekoriert.

Und es ist zu einer Tradition geworden, dass nach Beendigung der traditionell um 3.00 Uhr stattfindenden Publikumsquadrille aus diesem Blütenzauber der Herr seiner Dame eine Blume überreicht.

Ab 23.00 Uhr kann im Gartensaal bei der Disco zu den Hits der letzten Jahrzehnte getanzt werden.

Sorgen über verstauchte Knöchel oder vorübergehende Unpässlichkeiten muss sich wohl niemand machen: Unter den knapp 4000 Ballbesuchern befinden sich geschätzte 2000 Medizinerinnen und Mediziner.

Traditionell hoch ist beim Wiener Ärzteball auch stets der Anteil von ausländischen Ballgästen, wobei einige sogar aus Übersee anreisen. Den größten Teil der ausländischen Besucher stellen natürlich Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland dar: Meist zwischen 300 und 400 deutsche Gäste machen den Wiener Ärzteball auch zu einem internationalen Ereignis.

Heissenberger: „Der Ball soll ein glanzvolles Event bleiben. Mir ist wichtig, dass eine gewisse Tradition bestehen und erhalten bleibt. Das beinhaltet beispielsweise auch den klassischen Ablauf mit Eröffnung, Jungdamen- und Jungherrenkomitee, Mitternachtseinlage und Quadrille. Ich glaube aber schon, dass ein Ball alle Generationen ansprechen muss, das heißt, es sollen sich sowohl junge Ballbesucher, wie Studenten oder Schüler, als auch die älteren, die vielleicht seit Jahrzehnten unseren Ball besuchen, bei uns wohlfühlen."

Der Ärzteball ist damit ein lebendiges Erbe einer Wiener Tradition, der zudem unter dem Motto „Ärzteball goes charity" Gutes tut.

 

Fotos der Pressekonferenz

 

69. Wiener Ärzteball

Samstag, 26. Jänner 2019

Ort: Hofburg Vienna                                                  

Eintritt: 125 Euro (Studenten: 50 Euro[1])    

Web: www.aerzteball.at

Facebook: www.facebook.com/wieneraerzteball/

Instagram: www.instagram.com/aerzteball/

Auf der Website finden Sie alle wichtigen Informationen zu Tisch- und Kartenbestellungen, Dresscode, Unterhaltungsprogramm und Kulinarik.

 

 

#wirtun Spenden

www.wir-tun.at

• Mit einer Spende von 33 Euro erhalten Frauen einen Platz in einer Notschlafstelle, Unterstützung bei der Arbeitssuche oder einfach nur Essen und Kleidung für sich und ihr Kind.

• Mit einer Spende von 20 Euro erhalten armutsbetroffene Jungfamilien ein Babypaket mit vielen Dingen, die Babys brauchen: Babynahrung, Windeln, Bodys, Strampler, Socken, Hauben, Westen usw.

• Mit einer Spende von 30 Euro erhalten Menschen, die unter der Armutsgrenze leben, einen Heizkostenbeitrag und eine umfassende Sozialberatung.

 

Kontonummer:

Erste Bank

BIC: GIBAATWWXXX

IBAN: AT47 2011 1890 8900 0000

Spendenzweck: wirtun

 

Ihre Gesprächspartner:

 

Dr. Isabella Clara Heissenberger

Leiterin des Ballkomitees des Wiener Ärzteballs

Telefon:         01/51501-1223
E-Mail:           pressestelle@aekwien.at

 

Mag. Doris Schmidauer

Initiatorin Hilfsfonds „#wirtun für Frauen, Mütter und ihre Kinder in Not"

 

Mag. Inge Hausbichler, Pressesprecherin Mag. Doris Schmidauer

Telefon:         0664/831 74 23
E-Mail:           inge.hausbichler@hofburg.at

 

Mag. Klaus Schwertner

Generalsekretär der Caritas der Erzdiözese Wien

Martin Gantner, Pressesprecher Caritas der Erzdiözese Wien
Telefon:         0664/889 52 760
E-Mail:           martin.gantner@caritas-wien.at

 

Kontakt für Journalisten-Rückfragen:

Ärztekammer für Wien, Dr. Hans-Peter Petutschnig

Telefon: 01/515 01-1273 DW, 0664/10 14 222, Fax: 01/512 60 23-1273,

E-Mail: hpp@aekwien.at

 

[1] Eintritt nur mit gültigem Studentenausweis bis zum vollendeten 26. Lebensjahr