Gesundheitsversorgung: Wien hat neue Primärversorgungseinheit in Meidling

Start erfolgte im Juli 2019 – Umfassende Versorgung auch am Samstag 
 

Wien hat eine neue Primärversorgungseinheit (PVE): Am 1. Juli 2019 startete der Betrieb der „Primärversorgungseinrichtung Meidling – Regionalmedizinisches Zentrum". Heute wurde die Praxis in der Eichenstraße 50–54 feierlich eröffnet. 

„Die neue Primärversorgungseinrichtung ist ein wichtiger Beitrag für die medizinische Versorgung der Wienerinnen und Wiener. Wir freuen uns, dass sich Klaus Klapper, Elisabeth Grolig und Nana Grohe entschlossen haben, ihre Gruppenpraxis zu einer Primärversorgungseinheit auszubauen", betonen Alois Bachmeier, Obmann der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK), Peter Hacker, Wiener Gesundheitsstadtrat, und Johannes Steinhart, Vizepräsident der Ärztekammer für Wien und Obmann der Kurie niedergelassene Ärzte.

Das Angebot der neuen Primärversorgungseinheit ist umfassend. Die allgemeinmedizinische Betreuung wird ergänzt durch die Arbeit von zwei diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegekräften, einer Diätologin, einer Psychotherapeutin, Sozialarbeiterinnen sowie fünf Ordinationsassistenten. Doch nicht nur die erweiterten Angebote zeichnen die Primärversorgungseinheit in Meidling aus, sondern auch die längeren Öffnungszeiten – konkret: Montag bis Donnerstag jeweils von 8.00 bis 19.00 Uhr, am Freitag von 7.00 bis 19.00 Uhr und am Samstag von 9.30 bis 12.30 Uhr.

WGKK-Obmann Alois Bachmeier betont: „Die neue Primärversorgungseinheit hat mindestens 50 Stunden pro Woche geöffnet und keine urlaubs- oder krankheitsbedingten Schließtage. Die Patientinnen und Patienten können somit auch an Tagesrandzeiten kontinuierlich von dem ihnen bekannten medizinischen Personal betreut werden. Ein weiterer Pluspunkt ist die Samstagsöffnung. Damit wird die Versorgung am Wochenende im niedergelassenen Bereich gestärkt."

Gesundheitsstadtrat Peter Hacker: „Ich bin sehr froh, dass mit der Primärversorgungseinheit in Meidling der Gebietskrankenkasse und der Ärztekammer ein weiterer wichtiger Schritt zur Verbesserung der allgemeinmedizinischen Versorgung im niedergelassenen Bereich gelungen ist. Wir haben bereits heuer im Frühjahr im Rahmen des regionalen Strukturplans 36 Primärversorgungszentren für Wien und 400 zusätzliche Ärztinnen und Ärzte im ambulanten Bereich beschlossen. Diese PVEs sollen vor allem in Gebieten mit zu geringer kassenärztlicher Versorgungsdichte angesiedelt werden. Ich bin auch sehr erfreut, dass nun auch Ärztinnen und Ärzte von Ärztinnen und Ärzten angestellt werden können. Das wird die Gründung beziehungsweise den Ausbau von PVEs deutlich erleichtern. Derartige Gesundheitszentren werden in Zukunft stark an Bedeutung gewinnen, da die vernetzte Zusammenarbeit den Bedürfnissen sowohl der Patientinnen und Patienten als auch der Ärztinnen und Ärzte immer mehr entsprechen."

Klaus Klapper sagt anlässlich der Eröffnungsfeier: „Es war immer unser größter Wunsch, unseren Patientinnen und Patienten eine noch umfangreichere Versorgung in unserer Ordination anzubieten. Endlich können wir dies umsetzen. Als PVE-Meidling betreuen wir unsere Patientinnen und Patienten mit einem multiprofessionellen Team von hoch qualifizierten Gesundheitsexperten. Durch dieses breite Spektrum an Spezialisten können wir noch mehr Patientinnen und Patienten länger betreuen. So wollen wir dazu beitragen, in Zukunft viele Spitalsaufenthalte zu vermeiden. Die Kooperation mit den uns umgebenden Gesundheitszentren wird viele weitere positive Effekte für uns und unsere Patientinnen und Patienten bringen."

„Gerade in so großen Bezirken, wie in Meidling, brauchen wir mehr Kassenärzte, und daher freue ich mich, dass es mit dem PVE-Meidling gelungen ist, die allgemeinmedizinische Versorgung in Wien und speziell hier im zwölften Bezirk zu verbessern", betont Johannes Steinhart und fügt an, dass „Primärversorgungseinheiten wie diese eine wichtige Ergänzung zu den klassischen Hausärzten in Einzelpraxen sind und durch ihre längeren Öffnungszeiten einen wichtigen Beitrag zur Entlastung von überfüllten Wartezimmern und Ambulanzen leisten".