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Bei Gesundheitsreform braucht es Expertise der Ärzteschaft

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Bei Gesundheitsreform braucht es Expertise der Ärzteschaft

Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien befürwortet Reformbestrebungen im Gesundheitssystem zur Verbesserung der Patientenversorgung

Einige der von Bürgermeister Michael Ludwig heute, Mittwoch, vorgestellten Ideen und Forderungen für die morgige Runde zur Gesundheitsreform werden von der Kammer für Ärztinnen und Ärzte durchaus positiv gesehen. Aktuell finden die Reformgespräche in erster Linie zwischen Bund, Ländern und Sozialversicherungen statt, für die Entwicklung und Umsetzung praxisnaher und lebbarer Reformen braucht es aber das Wissen der Ärzteschaft sowie deren Erfahrungsschatz. „Wir Ärztinnen und Ärzte arbeiten täglich in diesem System und können aus erster Hand berichten, welche Maßnahmen gut und sinnvoll sind“, sagt Johannes Steinhart, Präsident der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien. Zudem stellt er klar: „Bei allen Reformbestrebungen muss stets die Patientensicht im Mittelpunkt stehen. Das österreichische Gesundheitssystem zählt zu den besten weltweit, das steht außer Frage. Die Reformen müssen so gestaltet werden, dass Patientinnen und Patienten auch weiterhin auf diesem hohen Niveau versorgt werden können.“

Positiv am heute publik gewordenen Vorstoß ist das Verständnis dafür, dass die medizinische Versorgung eines der Hauptanliegen der Bevölkerung ist. „Die Versorgung im niedergelassenen Bereich wird in den nächsten Jahren zunehmend schwieriger“, sagt Naghme Kamaleyan-Schmied, Vizepräsidentin und Kurienobfrau der niedergelassenen Ärzte der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien. „Im Fokus müssen nun Konzepte stehen, die die Versorgungswirksamkeit jeder einzelnen Ärztin und jedes einzelnen Arztes – egal ob im Kassensystem oder im Wahlarztsystem – anerkennt und gewährleistet. Denn um das System aufrecht halten zu können, müssen wir für jede Ärztin bzw. jeden Arzt, der medizinische Versorgung übernimmt, dankbar sein“. Die Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien steht mit Konzepten bereit, die eine umfassende medizinische Versorgung in den Mittelpunkt stellen. Gerade Wien als einzige Metropole Österreichs steht vor besonderen Bedürfnissen und Herausforderungen. „In dieser außergewöhnlich lebenswerten Stadt müssen wir alles dafür tun, um auch die medizinische Versorgung auf diesem Niveau nicht nur aufrecht zu halten, sondern weiterhin zu verbessern.“

Das von Bürgermeister Ludwig vorgeschlagene bundesweite einheitliche Dienst- und Besoldungssystem für alle öffentlichen Krankenanstalten wird von der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien ebenfalls positiv gesehen. „Das medizinische Personal in den Wiener Krankenhäusern gerät zunehmend an seine Grenzen. Immer mehr Ärztinnen und Ärzte verlassen das System, da weder die Arbeitsbedingungen noch die Gehälter fair und marktkonform sind,“ betont Eduardo Maldonado-González, Vizepräsident und Kurienobmann der angestellten Ärzte der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien. „Wenn das Besoldungsniveau durch ein bundesweit einheitliches System gehoben wird, können wir das nur befürworten. Keinesfalls darf dieses System eine Verringerung der Gehälter bringen. Mit der Umsetzung des sogenannten WIGEV II Pakets, auf das wir seit 2023 warten, wäre bereits jetzt sofort ein wichtiger Schritt möglich, um einheitliche, konkurrenzfähige Arbeitsbedingungen im Vergleich mit Bundesländern wie Niederösterreich oder dem Burgenland zu erreichen.“

„Wenn alle Beteiligten an einem Tisch sitzen, gelingt der Dialog auf Augenhöhe. Wir sind jedenfalls bereit, wertvollen Input für die zukunftsfähige Gestaltung unseres solidarischen Gesundheitssystems zu liefern“, sagt Präsident Steinhart mit Blick auf das gestrige Gesundheitspolitische Forum, bei dem er mit Peter McDonald, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Österreichischen Gesundheitskasse, Ulrike Königsberger-Ludwig, Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, und Cornelia Hagele, Tiroler Gesundheitslandesrätin, über die Zukunft des österreichischen Gesundheitssystems diskutierte.



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