Sehr geehrte Frau Kollegin!
Sehr geehrter Herr Kollege!

 

Pilotprojekt im Bereich der Schlichtungsstelle
Die Ärztekammer für Wien und der Versicherungsverband Österreichs (VVO) haben im Rahmen der letzten Vertragsverhandlungen hinsichtlich der Optimierung des Schlichtungsverfahrens einen dringenden Handlungsbedarf festgestellt. In der Schlichtungsstelle der Ärztekammer für Wien werden jährlich mehr als 1.100 Fälle eingereicht, da diese aufgrund mangelnder bzw. fehlerhafter Dokumentation seitens der Versicherung abgelehnt werden.

Die Ärztekammer für Wien, der VVO sowie die Vertreter der Krankenhäuser (KAV, Verband der Privatkrankenanstalten, Ordensspitäler) arbeiten gemeinsam an der Neugestaltung der Schlichtungsstelle, mit dem Ziel die Anzahl der strittigen Fälle zu minimieren. Derzeit läuft ein Pilotprojekt aufgesetzt, bei dem strittigen Fälle auf multilateraler Ebene - im jeweiligen Haus mit den Versicherungen - verhandelt werden. Die Ärztekammer für Wien nimmt in diesem Pilotprojekt eine beratende bzw. beobachtende Rolle ein. Im Zuge dieser multilateralen Gespräche sollen einerseits Verständnisprobleme hinsichtlich der Vertragsgestaltung bzw. der Verrechenbarkeit beiseite geräumt sowie andererseits eine schnellere Bearbeitung der Fälle erzielt werden. Für jene Fälle, bei denen keine Einigungen erzielt werden können, erfolgt die weitere Behandlung auf Schiedsgerichtsebene durch einen Richter. Ein wesentlicher Aspekt des Pilotprojekts liegt darin, dass die betroffenen Ärztinnen und Ärzte erstmals in den Prozess eingebunden werden und die Möglichkeit erhalten, ihre Fälle selbst zu kommentieren. Die Einladung zu der jeweiligen Sitzung erfolgt durch den ärztlichen Direktor des jeweiligen Krankenhauses. Der/dem betroffenen Ärztin/Arzt steht es frei, an der Sitzung teilzunehmen oder aber auch den Fall durch den ärztlichen Direktor verhandeln zu lassen. Das Pilotprojet konnte bislang in zwei Privatkrankenhäusern umgesetzt werden. Zurzeit wird geprüft, ob das Pilotprojekt in allen Krankenhäusern (AKH, KAV sowie Ordensspitäler) auf diese Art und Weise umgesetzt werden kann.

Bis endgültige Ergebnisse zu den Pilotprojekten vorliegen und eine vollständige Neugestaltung umgesetzt werden kann, werden parallel auch Schlichtungssitzungen in gewohnter Weise stattfinden. Wir werden Sie selbstverständlich zeitgereicht über den weiteren Verlauf informieren.


Reminder Fachärzteausbildungsevaluierung 2019
Die Bundeskurie angestellte Arzte führt auch heuer wieder eine Facharztevaluierung durch das Ärztliche Qualitätszentrum in Linz durch. Die Evaluierung läuft seit 22. Mai 2019 und wird noch bis 30. Juni 2019 andauern.

Teilnehmer sind alle Ärztinnen und Ärzte, die in einer Ausbildung zum Facharzt stehen. Fragen werden online zum Ausbildungsfach, zur Ausbildungsstätte, Ausbildungsverantwortlichkeit, Organisation, zur Arbeitsbelastung, zu Fortbildung, zur Arbeitszeit und Work-Life-Balance sowie zum Lernerfolg gestellt, dazu wird eine Gesamtbewertung zur Qualität der Ausbildung abgefragt. Die Unabhängigkeit und Anonymisierung der Ergebnisse wird durch die Durchführung der Befragung durch das Ärztliche Qualitätszentrum gewährleistet. Ziel der Befragung soll sein, die Stärken und das Verbesserungspotenzial der Facharztausbildung an den Krankenhäusern in Österreich aus Sicht der Ärztinnen und Ärzte in Facharztausbildung zu erheben.

Zum Ablauf: Alle Ärztinnen und Ärzte in Ausbildung zum Facharzt sollten bereits per E-Mail eine Erstinformation und einen individuellen Zugangslink zum Evaluierungsportal erhalten haben. Die Evaluierung erfolgt nach einer österreichweit einheitlichen Methodik. Dadurch stehen für die Interpretation der Ergebnisse Vergleiche auf Bundes- und Landesebene zur Verfügung. Die Befragung erfolgt vertraulich und anonymisiert. Die Ärztekammer und die Ausbildungseinrichtungen haben keine Möglichkeit, auf einzelne Evaluierungsdaten zuzugreifen.

In Wien gilt die Teilnahme an der Evaluierung (u.a.) als Kriterium für die Refundierung der Facharztprüfungsgebühren bzw. der zum Allgemeinmediziner. Genauere Details finden Sie hier.


MA15: Wiener Hitzemonitoring wird auch heuer weitergeführt
Die Wiener Landessanitätsdirektion (Magistratsabteilung MA15) gibt bekannt, dass auch heuer das Wiener Hitzemonitoring weitergeführt wird. Sobald mit einer Hitzewelle zu rechnen ist, erhalten Sie wie im Vorjahr von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) eine Warnung. Hitzewelle bedeutet, dass für mindestens drei Tage die mittlere gefühlte Temperatur 35°C oder mehr beträgt, ohne dass es in der Nacht unter 20°C abkühlt. Die ZAMG wird auch die Entwarnungen direkt an Sie senden. Tipps zum Umgang mit Hitzewellen für Ihre Patientinnen und Patienten finden Sie unter folgenden Links:

 


Wir sind für Feedback, Wünsche und Anregungen stets offen.
Diese bitte an: kurie.ang@aekwien.at.

Mit kollegialen Grüßen

Ihre Kurie angestellte Ärzte