Spitalskonzept 2040

Unsere Stadt blickt auf eine lange Geschichte erfolgreicher Reformen im Gesundheitswesen zurück. Mit der Neuordnung des Spitalkonzepts 2030 wurde bereits im „6+1-Modell“  eine klar strukturierte Versorgungslandschaft geschaffen. Die Psychiatriereform im Zuge des Psychosozialen Dienstes hat gezeigt, wie konsequent Wien neue Wege gehen kann: weg von isolierten Strukturen hin zu menschenzentrierter Versorgung. Diese Erfahrungen sind kein Rückblick – sie sind ein Fundament. 

Das Wiener Spitalskonzept 2040 knüpft daran an und denkt weiter.

Der Versorgungsbedarf steigt durch demographischen Wandel, medizinischen Fortschritt und wachsenden Fachkräftebedarf kontinuierlich, während gleichzeitig die Finanzierungsbasis unter Druck gerät und steigende Gesundheitsausgaben zur Herausforderung werden. Eine Vielzahl von Leistungen, die früher zwingend stationär erbracht werden mussten, können heute sicher und qualitativ gleichwertig ohne Übernachtung im Spital durchgeführt werden. Daher gilt: Ambulant,  wenn möglich – stationär, wenn notwendig. Das Konzept sieht eine Neuordnung nach dem Prinzip „Best Point of Service, Quality und Finance“ vor. 

Hinzu kommen veränderte Arbeitsrealitäten im Gesundheitswesen: Ärztinnen und Ärzte sind mit hoher Arbeitsbelastung, Personalengpässen, Teilzeitmodellen und steigender Komplexität konfrontiert.

Ziel dieses Konzepts ist es, Qualität, Arbeitsbedingungen und Finanzierbarkeit gemeinsam abzusichern – durch strukturelle Weiterentwicklung statt kurzfristiger Anpassungen.